Über 500 Gäste kommen zum 22. Schlachtefest nach Lüben – selbst aus Lüneburg oder Braunschweig

Ganze sechs Schweine verputzt

Das Schlachteteam bei der Arbeit – so wie es zu Omas Zeiten zuging.
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Das Schlachteteam bei der Arbeit – so wie es zu Omas Zeiten zuging.

Lüben. „Ohne die Lübener geht es einfach nicht. Sogar die Jugend des Ortes hilft fleißig mit. “ Der Vorsitzende des Museums im Dorf Lüben, Rainer Dierks-Götze, zeigte sich gestern begeistert. Über 500 Gäste kamen zur 22. Auflage des Schlachtefestes nach Lüben.

Brühe, Bier, deftiges Essen und viel gute Laune kennzeichneten das 22. Schlachtefest in Lübens Museumsscheune.

Auch Ehrenvorsitzende Marianne Wolter-Niefind freute sich über den Zuspruch und über die vielen Gäste, die teilweise sogar aus Braunschweig und Lüneburg angereist waren. Rund die Hälfte der Besucher sind Stammgäste, die sich Jahr für Jahr dieses Ereignis nicht entgehen lassen. „Wo kann man denn heute noch dem Hausschlachter über die Schulter schauen und dann noch frische Brühe und Wellfleisch essen?“, fragte Walter Faescke aus Dähre, der genüsslich sein Wellfleisch verspeiste. Er und viele andere der etwas älteren Jahrgänge sind noch bis Anfang der 90er Jahre mit der Hausschlachtung aufgewachsen.

Seit vielen Jahren vom Schlachtefest nicht mehr wegzudenken – Scheres Crew aus Dähre.

Schon eine Stunde vor der Eröffnung bildete sich gestern eine Schlange vor der Museumsscheune. Wie in allen Jahren zuvor, wurde ein Schwein vor den Augen der Zuschauer zubereitet. Dafür sorgten die Hausschlachter Jörg Bangemann und Hermann Berlin sowie viele fleißige Helfer. Als das Schwein am Haken hing, wurde nach alter Tradition ein Museumskorn eingeschenkt. Während Bangemann das Schwein zerlegte, informierte Berlin über die einzelnen Schritte der Hausschlachtung. Für beste Stimmung sorgte Scheres Crew aus Dähre. Die Schweine wurden zuvor in der Schlachterei Otto Haber in Sprakensehl geschlachtet, fünf davon verwurstet. Ob Brühe, Wurst, Wellfleisch, Schmalz, selbstgebackenes Brot, Museumskorn, Lübener Tennenbräu oder der Butterkuchen – alles mundete hervorragend.

Von Rüdiger Lange

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