Früchte und Strom: Es geht weiter

Knesebecker Solar-Gewächshaus-Projekt biegt in die Zielgerade ein

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Auf dieser Fläche neben der L 286 soll das Projekt „Food & Energy“ verwirklicht werden.

Knesebeck – Gewächshäuser für Früchte und Blumen, Gewinnung von Solarstrom, dazu Qualifizierungschancen für Geflüchtete und Langzeitarbeitslose: Die Planungen für das „Food & Energy“-Projekt in Knesebeck scheinen nun in die Zielgerade einzubiegen.

Der Wittinger Bau- und Umweltausschuss hat in seiner jüngsten Sitzung einstimmig dafür votiert, die Bauleitplanung für das Vorhaben öffentlich auszulegen.

Ziemlich genau ein Jahr ist es her, dass die nötigen Änderungen der Bauleitplanung angeschoben wurden. Dann wurde es ruhiger rund um das Projekt, das auf einer Fläche von rund 2,9 Hektar gegenüber dem Butting-Gelände am Knesebecker Ortsausgang realisiert werden soll. Knapp ein Hektar davon soll als Grünfläche erhalten bleiben. Auf 9200 Quadratmetern sind Versiegelungen vorgesehen.

Das Grundstück liegt hinter der Bahnstrecke und wird bislang landwirtschaftlich genutzt. Walter Schulze (CDU, Knesebeck) lobte das Vorhaben als „gute Sache“ – Widerspruch erntete er nicht. Das Erschließungsproblem, das sich zwischenzeitlich stellte, scheine gelöst zu sein.

Die in der Gewächshaus-Anlage produzierten Früchte und Blumen sollen regional vermarktet werden. Der Solarstrom wird von Abnehmern in Knesebeck gewerblich genutzt. Die Beschäftigten sollen die Grundlagen der Gewächshausbewirtschaftung erlernen. Qualifizierungspartner sind die Oskar-Kämmer-Schule und die Arbeitsagentur. Führungskräfte sollen Vermarktung und Qualitätsmanagement übernehmen.

Die Büro-, Sozial- und Aufenthaltsräume werden in drei sogenannten „Sun Homes“ untergebracht, die eine Grundfläche von jeweils 24 Quadratmetern haben. Eine Höhe von 4 Metern soll beim Bau der Anlagen nicht überschritten werden. Die Anbindung des Areals soll über einen Wirtschaftsweg erfolgen. Aus den Unterlagen, die dem Ausschuss vorlagen, geht hervor, dass täglich mit einem Verkehrsaufkommen von maximal 10 Pkw und einem Lkw zu rechnen sei.

Über die öffentliche Auslegung wird die Bevölkerung rechtzeitig informiert. Eine erste frühzeitige Beteiligung habe keine Einwände ergeben, hieß es seitens der Stadtverwaltung. Ob der Bau tatsächlich – wie in den Planungsunterlagen geschildert – im vierten Quartal dieses Jahres beginnen kann, bleibt mit Blick auf die noch ausstehenden Verfahrensschritte abzuwarten.

VON HOLGER BODEN

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