Wittingen: Marianka von Magnis stellt neue Pläne für 2018 vor

Freiwilligenzentrum wächst

Marianka von Magnis (vorne) stellte kürzlich die Entwicklung des Freiwilligenzentrums in Wittingen vor und gab Ausblick auf die Pläne im nächsten Jahr.
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Marianka von Magnis (vorne) stellte kürzlich die Entwicklung des Freiwilligenzentrums in Wittingen vor und gab Ausblick auf die Pläne im nächsten Jahr.
  • VonAnn-Cathrin Brey
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Wittingen. Das Freiwilligenzentrum in Wittingen für den Norden des Landkreises Gifhorn wächst weiter.

Durch Kooperationen mit der Kreisvolkshochschule konnte das Evangelische Bildungswerk Wittingen bereits 2015 durch die angebotenen Sprachkurse viele Kontakte zu Freiwilligen knüpfen. Dadurch entstand 2017 schließlich ein großes Netzwerk aus Dozenten, Lernbegleitern und Kinderbetreuern. Zusätzlich konnte durch die Beratungsstellen, wie die Flüchtlings- oder Suchtberatung, die ebenfalls im Spitta-Haus angesiedelt sind, ein weiteres Netzwerk entstehen. Für die Arbeit des Freiwilligenzentrums sollen diese Netzwerke nun weiter ausgebaut werden. „Es wächst und wird“, verkündete Marianka von Magnis, Koordinatorin des Bildungswerkes Wittingen bei der Vorstellung des Projektes am Mittwochabend.

In diesem Jahr konnten so zum Beispiel die Datenbanken mit dem Freiwilligenzentrum Gifhorn verknüpft und mit der Öffentlichkeitsarbeit begonnen werden. Obwohl das Freiwilligenzentrum noch relativ am Anfang steht, können bereits Vermittlungen von Freiwilligen und Organisationen stattfinden.

Für 2018 sind weitere Neuerungen geplant. „Wir wollen noch sichtbarer werden“, verkündete von Magnis. Das Zentrum will im nächsten Jahr unter anderem ein größeres Qualifizierungsangebot schaffen und die Nachwuchsgewinnung fördern sowie ab Februar ein neues Projekt für geflüchtete Frauen anbieten. Bei diesem soll durch ein breites Angebot an verschiedenen Aktivitäten, wie gemeinsames Kochen und Musizieren, Spieleabende oder Nähkurse „Zugang zu den Frauen geschaffen werden“, erklärt von Magnis. Durch die Nähe zu den geflüchteten Frauen sollen ihnen zugleich auch die Rechte und Pflichten in der Gesellschaft und die Geschlechtergleichheit vermittelt werden.

Von Magnis erhofft sich von dem Freiwilligenzentrum, dass es „ein Schneeball für den Nordkreis“ wird. Durch die Beratung des Zentrums würden die sozialen Brücken zwischen den Ehrenamtlichen und den Hilfesuchenden geschaffen, die wiederum zur Verbesserung der politischen und institutionellen Rahmenbedingungen führen würden. Daraus resultiere die Wertschätzung des Ehrenamtes, die wiederum zur Attraktivitätssteigerung des Freiwilligendienstes führen würde, die wieder dafür sorge, dass sich mehr Menschen für ein Ehrenamt interessieren und sich für eine Beratung durch das Zentrum anmelden würden.

Um das Ehrenamt in seiner Anerkennung zu stärken und attraktiver zu machen, will das Freiwilligenzentrum auch die Ehrenamtskarte für besonders engagierte Freiwillige verteilen, die 2009 von der niedersächsischen Landesregierung initiiert und eingeführt wurde. Mit dieser bekommen die Ehrenamtlichen bei vielen öffentlichen und privaten Einrichtungen Vergünstigungen in ganz Niedersachsen und Bremen.

Von Ann-Cathrin Brey

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