Folgen der Trockenheit

Mehrere Wald- und Flächenbrände im Isenhagener Land

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Am Montag kam es in den frühen Morgenstunden zu einem Waldbrand bei Ummern, von dem ungefähr 5000 Quadratmeter betroffen waren. Eine anstrengende Nacht für die Feuerwehren der Samtgemeinde Wesendorf, die zuvor in Pollhöfen im Einsatz waren.

dk/bo/bb Ummern. In der momentanen Hitzeperiode mit ihrer großen Trockenheit besteht erhöhte Waldbrandgefahr – auch im Isenhagener Land. Dies sowie ein Scheunenbrand in Pollhöfen bescherte den Feuerwehren der Samtgemeinde Wesendorf eine schlaflose Nacht.

Bei Wesendorf und am Wittinger Hafen kam es nachmittags dann zu kleineren Flächenbränden.

• Um 4.40 Uhr, direkt im Anschluss an den Scheunenbrand in Pollhöfen (mehr dazu auf Seite 2), bekamen die abrückenden Feuerwehrkräften Meldung über einen brennenden Baum bei Ummern durch die Feuerwehreinsatzleitstelle. Jedoch erwartete die Feuerwehrleute in der Verlängerung des Gifhorner Wegs in Richtung Fernsehturm ein Waldbrand auf einer Fläche von ungefähr 5000 Quadratmetern. Dazu wurden die Ortsfeuerwehren Ummern, Wahrenholz, Wesendorf sowie Hohne (Landkreis Celle) alarmiert.

Das Löschwasser musste aufwendig im Pendelverkehr zur Einsatzstelle gebracht werden um die weitere Ausbreitung in den Wald sowie das Ablöschen zu ermöglichen.

Im Einsatz waren vier Tanklöschfahrzeuge, vier Löschgruppenfahrzeuge, zwei Führungsfahrzeuge, 43 Feuerwehrleute sowie die Polizei und der Waldbrandbeauftragte. Um 6.20 Uhr waren die Löscharbeiten beendet. Die Brandursache stand zum Zeitpunkt der Löscharbeiten noch nicht fest. Seite 5

• Zu einem kleineren Waldbrand kam es gegen 12.45 Uhr auch noch an der B4 zwischen der Gaststätte Pilz und der Ummerschen Kreuzung. Aufmerksame Kraftfahrer entdeckten im Unterholz Feuer und Rauch, die Feuerwehr wurde alarmiert. „Wir haben gleich alle Tanklöschfahrzeuge und Löschfahrzeuge mit Wassertank der Samtgemeinde alarmiert“, so Einsatzleiter und Ortsbrandmeister Florian Schilling. Mit vier C-Rohren ging die Feuerwehr gegen der Brand der rund 400 Quadratmeter großen Brandfläche vor. Im Einsatz waren rund 50 Feuerwehrleute, die Polizei sperrte die B 4 komplett. Nach ungefähr 50 Minuten war der Brand gelöscht.

Ein vergleichsweise kleiner Flächenbrand am Wittinger Hafen war gestern am späten Mittag schnell gelöscht.

• Auch am Wittinger Hafen kam es gestern zu einem kleinen Flächenbrand. Rund 500 Quadratmeter Gras auf der Brachfläche unweit der B 244-Brücke waren gegen 13.30 Uhr in Brand geraten. Die Ursache war nach Polizeiangaben Funkenflug durch Schweißarbeiten an großformatigen Metallteilen vom benachbarten Schrottplatz. Diese Arbeiten wurden auf der Freifläche angesichts der Trockenheit auf sandigem Untergrund vorgenommen, offenkundig verirrten sich dann aber doch Funken in den knochentrockenen Bewuchs gleich daneben. Die Feuerwehren aus Glüsingen und Wittingen bekamen die Flammen schnell in den Griff, die ebenfalls angerückte Feuerwehr aus Knesebeck brauchte nicht mehr einzugreifen.

• Um 17.33 Uhr wurden die Feuerwehren in Wittingen und aus dem Nachbarlandkreis Uelzen alarmiert: Waldbrand auf gut 2000 Quadratmetern zwischen Lüben und Langenbrügge. „Das war gut 60 Jahre alter Kieferbestand“, erklärte Wittingens Stadtbrandmeister und Einsatzleiter Heinrich Kruse. Nach drei Stunden hatten die 123 Kräfte aus Wittingen, Knesebeck, Ohrdorf, Vorhop, Langenbrügge, Bodenteich und Reinstorf den Brand im Pendelverkehr gelöscht. „Das hat super geklappt, trotz Hitze “, so Kruse.

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