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In Wittingen werden Fragen nach dem Energiesparen in der Vorweihnachtszeit laut

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Von: Holger Boden

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Das Bild zeigt eine sternförmige Weihnachtsbeleuchtung in der Wittinger Innenstadt, im Hintergrund die St. Stephanuskirche.
Weihnachtsbeleuchtung in Wittingen – in diesem Jahr zeitgemäß? © Boden, Holger

Wittingen – Mit Blick auf den Herbst und die Vorweihnachtszeit wirft die Energiekrise Fragen für die Wittinger Entscheidungsträger auf: Kann es dieses Jahr eine Weihnachtsbeleuchtung an und über den Straßen geben? Und dürfen bei einem Event wie dem Candle Light Shopping große elektrische Illuminationen zum Programm gehören?

Es sind Fragen, die Andreas Bona (CDU) als Ortsratsmitglied und als Vertreter des Handels-, Gewerbe- und Verkehrsvereins (HGV) in der jüngsten Ortsratssitzung vorbrachte: „Können wir die Innenstadt beleuchten, wenn eigentlich alle möglichst viel abschalten sollen?“ Damit beschäftige man sich in den Reihen des HGV, und da sei es für die Geschäftsleute wichtig, die Haltung der Stadt zu kennen.

Die Stadt hatte im Sommer einen Arbeitskreis gegründet, um vor dem Hintergrund der Krise mögliche städtische Energiesparmaßnahmen zu identifizieren. Ein erstes Resultat sind leicht verkürzte Laufzeiten der nächtlichen Straßenbeleuchtung.

Stadtbürgermeister Andreas Ritter sagte nun zu Bonas Anfrage, dass man den Arbeitskreis noch einmal einberufen werde. Der Betrieb einer LED-Kette an einem Weihnachtsbaum sei sicherlich anders zu werten als eine stromintensive alte Lichterkette, die über die Straße gespannt wird. Das sei nicht nur ein Thema für die Wittinger Innenstadt, sondern „für das gesamte Stadtgebiet“.

Thomas Lemke (Grüne) plädierte dafür, ein Candle Light Shopping anzubieten, bei dem tatsächlich nur Kerzen und Feuerkörbe zum Einsatz kommen: „Das wäre ein Zeichen.“ Matthias Rönneberg (BA) warb mit Blick auf die Adventszeit dafür, nicht ganz auf Weihnachtsbeleuchtung zu verzichten: „Die Stadt wäre dann sehr trist und tot. Wir müssen an unser Gewerbe denken.“ Vielleicht könne man die Einschaltzeiten der verkürzen.

Der Erste Stadtrat Holger Schulz kündigte an, die Stadt werde den HGV kontaktieren und „sich positionieren“.

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