Munteres Finale des Wittinger Schützenfestes: Nachwuchs-Akteure zeigen ihr Können

500 feiern beim Bürgerfrühstück

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Buntes Programm in der Stadthalle: Die Jungschützen (links) sorgten für Stimmung, die beiden Performance-Künstler in ihren grellen Anzügen für Aufsehen.

Wittingen. Mehr als 500 Gäste in der Stadthalle feierten am Pfingstmontag begeistert beim „Schützenessen für Jedermann“.

Festwirt Jan-Georg Berlinecke und die Repräsentanten der Schützengesellschaft der Stadt Wittingen dürften also zufrieden gewesen sein mit dem munteren Finale des 395. Schützenfestes.

Hanns („Johnny“) Winkelmann, der in diesem Jahr ohne Co-Moderator auskommen musste, fürchtete anfangs noch, dass sich das Fest nach dem Frühstück bei Kaiserwetter nach draußen in die Nachtweide verlagern könnte. „Die Künstler brauchen den Applaus“, war er besorgt. Doch als das Schützenessen in der Stadthalle in seine turbulente Phase überging, da schunkelte die Menge bereits singend – angeheizt von den Original Fulauer Blasmusikanten. Später riss es manchen Schützenbruder im Überschwang vom Hocker auf den Tisch. „Ähnlich wie beim Flächenbrand, rast es durch das Heimatland: In den grünen Röcken schwitzen allerorts die wack’ren Schützen …“ , gab Winkelmann poetisch zum Besten.

In diesem Jahr dominierten, wie bei den Schützenfesten vergangener Jahre, die tänzerischen-akrobatischen Auftritte in der Bühnenshow. Nur, die Akteure waren sichtlich jüngere. Auf der Bühne zogen die Nachwuchs-Kulturmacher der Wittinger Schützen ein Feuerwerk ab, und unten auf dem Parkett ließ sich das Publikum von den gebotenen „Krachern“ mitreißen.

Humoresk-liebenswert trieben die Laienkünstler das Thema Alkohol auf die Spitze, und mit ihrer Eisbären-Nummer (in schneeweißem Outfit getanzt), überzeugten sie das Publikum: „Wir lieben Eisbären.“

„Klein-Alexander“ schnupperte das erste Mal Bühnenflair und drehte voller Begeisterung Runde um Runde. Sein Auftritt als Sponge-Bob hat ihm selbst so gefallen, dass er versprach, im nächsten Jahr wieder zu kommen.

So ging es Schlag auf Schlag. Das Schützenduo Dreyer-Schmidt und die 4. Kompanie tanzten; und die „vollbusig“ auftretende 3. Kompanie hatten ihren Beitrag sinnigerweise „Helicopter“ genannt.

Vor dem großen Finale hatten die Jungschützen-Damen ein Highlight gesetzt: Nach der bekannten Melodie „Du kleine Fliege, wenn ich dich kriege…“ legten sie eine flotte (und gekonnte) Sohle aufs Parkett. Hanns Winkelmann verehrte jeder Dame eine langstielige Rose – und freute sich: „Ich habe mich nicht verzählt.“

Von Jürgen Kayser

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