Tierschutz Isenhagener Land stößt an Kapazitätsgrenzen

Fast jeden Tag ein Tier

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Geschäftsführer Reiner Sudbrack (stehend) wusste von zahlreichen Tieren zu berichten, die 2012 aufgenommen wurden.

Wittingen. Durchschnittlich an fast jedem Tag des vergangenen Jahres musste der Tierschutz Isenhagener Land ein Tier aufnehmen – 352 an der Zahl. Das teilte Geschäftsführer Reiner Sudbrack am Sonnabend auf der Jahreshauptversammlung des Vereins im Wittinger Hotel Nöhre mit.

„Das ist eine Menge, und dahinter steht auch sehr viel Leid“, sagte Sudbrack.

Von den 141 aufgenommenen Hunden konnten 79 an ihre Besitzer zurückgegeben werden. 62 Hunde wurden erfolgreich vermittelt. Von 184 aufgenommenen Katzen – 129 davon allein von Mitte Juli bis Ende Dezember 2012 – konnten nur 5 zurück in ihre Heimat gegeben werden. 179 Tiere wurden vermittelt. Dazu kam die Versorgung 32 weiterer Kleintiere, darunter auch sechs Schildkröten verschiedener Arten sowie eine Schlange. Fünf Greifvögel wurden an den Naturschutzbund vermittelt.

Außerdem wurden zwölf Tierinspektionen durchgeführt. „Mängel wurden größtenteils erst nach mehrmaligen Kontrollen abgestellt“, erläuterte Sudbrack.

Durch die vielen betreuten Tiere stiegen die Kosten des Vereins kräftig – etwa für die tierärztliche Versorgung. Das sorgte für Diskussionen im Gremium. Einzelne Mitglieder bemängelten, dass die Zuschüsse der Stadt Wittingen sowie der Samtgemeinden Brome und Hankensbüttel, denen der Verein eine Dienstleistung erbringe, nicht ausreichten. „Bei 352 Tieren stößt die Anlage arg an ihre Grenzen“, hieß es zudem. Kritisiert wurde auch, dass in der Versammlung keine Ratsvertreter zugegen waren.

Schließlich bekam Hans-Joachim Sedlacek als erster Vorsitzender des Vereins den Auftrag, Kontakt mit der Stadt Wittingen sowie den Samtgemeinden Brome und Hankensbüttel aufzunehmen und eine Ortsbegehung der Anlage des Tierschutzes in Wittingen durchzuführen. Dabei solle auch nach finanziellen Möglichkeiten für die Zukunft gesucht werden.

Großen Dank zollte Sedlacek den neuen Mitgliedern. Durch deren tatkräftige Unterstützung – darunter Petra Paeger, Ute Boehme, Sonja Meyer sowie Sylvia und Olaf Stahl – sei der Verein durch eine besonders schwere Zeit gekommen. „Das waren die richtigen Leute im richtigen Moment“, lobte Sedlacek die Leistung der Tierschützer. Zudem hob er die Gestaltung der komplett durch Dominique Krüger und Florian Steltner überarbeiteten Internetseite hervor. Auf diese Weise, das berichtete Sudbrack anschließend gegenüber dem IK, seien schon Tiere bis nach Wuppertal und Bielefeld vermittelt worden.

Der Vorstand wurde in seinen Ämtern bestätigt. Else Paeger wird als Beisitzerin von Petra Paeger abgelöst.

Von Alexander Täger

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