Einheitliches Straßenbild am Erpensener Weg gestört: Wittingen macht Fehler beim Nachpflanzen

Falsche Bäume am Wegesrand

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Die Stadt Wittingen hat falsche Bäume gepflanzt. Zwei der Maulbeerbäume sind auch schon durch die Hitze in Mitleidenschaft gezogen worden.

Wittingen. Dumm gelaufen am Erpensener Weg: Zum Missvergnügen des Wittinger Ortsrates ist dort bei Nachpflanzungen von Baumarten die falsche Baumart in die Erde gebracht worden. Die Verwaltung entschuldigte sich in der jüngsten Sitzung für das Versehen.

Das Ganze sei besonders ärgerlich, weil die Anwohner in die Entscheidung über die Baumsorte einbezogen worden waren, merkte Artur Geiger (SPD) an.

Bei den nachgepflanzten Exemplaren handelt es sich um Maulbeerbäume – vorgesehen waren aber Mehlbeerbäume. „Ein Kommunikationsfehler“, wie Stadtbürgermeister Karl Ridder den Vorfall im IK-Gespräch nannte, den die Wittinger Verwaltung auf ihre Kappe nahm. Mit der Verwechslung ist nun aber auch das eigentlich angestrebte einheitliche Straßenbild dahin. Denn der Landkreis Gifhorn ist am Erpensener Weg auch für ein paar Bäume zuständig. Dieser hat bereits auf der anderen Straßenseite die planmäßig vorgesehenen Mehlbeerbäume angepflanzt. Da es sich um relativ junge Setzlinge handelt, fällt der Unterschied derzeit nicht sofort auf, mit zunehmendem Alter der Bäume wird sich das aber rasch ändern.

Für Ratsherrn Jörg Friedrichs (CDU) stand fest, dass Abhilfe geschaffen werden muss: „Der Auftrag war klar definiert. Das muss geändert werden, sonst sind wir unglaubwürdig.“ Heißt: Maulbeerbäume raus, Mehlbeerbäume rein. Im Raum stand zudem die Sorge, dass Maulbeerbäume „mehr Dreck“ machen als Mehlbeerbäume. Was Christoph Möhlmann (FWG) zu der Bemerkung veranlasste: „Als Dreck würde ich das nicht bezeichnen. Wenn es danach geht, müssen wir überall Friedhofsgewächse hinstellen.“

Was der Baumtausch kosten wird, blieb offen. Der Aufwand beim Entfernen der Maulbeerbäume ist aber offensichtlich schon auf natürliche Weise etwas verringert: Zwei der neu gepflanzten Maulbeerbäume seien durch die Hitze eh schon abgestorben, wusste Geiger zu berichten.

Von Holger Boden und Dennis Tesch

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