Explosion und Feuer im Holzlager

Über die Drehleiter wurden Personen aus dem Obergeschoss befreit.

Wittingen - Von Jürgen Kayser. Sonnabend, 15 Uhr in Wittingen: In der Stadt heulen die Sirenen. Die Ortsfeuerwehr rückt mit ihrer verfügbaren Technik, darunter der Einsatzleitwagen, das Tanklöschfahrzeug und die Drehleiter sowie weitere Fahrzeuge, komplett aus. Der Fahrer eines Gabelstaplers ist beim Rangieren mit einer Palette gefüllter Propangasflaschen auf dem Gelände des Baumarktes havariert. Durch eine Kette von Explosionen gerät ein Holzlager in Brand. Das Feuer greift schnell auf den Verkaufsraum über. Zum Glück ist das spannende Szenario, das sich vor den Augen zahlreicher Zuschauer und Neugieriger abspielt, nur eine Übung – doch täuschend echt.

Kein leichtes Agieren für Torsten Bötticher, der eine Viertel Stunde vor der Alarmierung von seiner Aufgabe als Einsatzleiter erfährt. Denn einer größeren Gruppe von Personen die an einem Seminar im Obergeschoss des Baumarktes teilnahmen, ist der Weg aus dem Gebäude durch das Feuer abgeschnitten. Ein Mitarbeiter gerät unter einen umstürzenden Container. Er warte wie sein Kollege auf Hilfe unter der Ladung eines Gabelstaplers: Beide Personen seien eingeklemmt.

Menschenrettung mit der Drehleiter aus dem oberen Stockwerk, Brandbekämpfung mit einem B- und zwei C-Rohren sowie technische Hilfeleistung waren Brennpunkte der Herbstübung – und das auf engstem Raum. Nachalarmiert wurde die Feuerwehr Rade.

Schnell war die Löschwasserförderung von zwei Hydranten in der Bahnhofstraße bis hin zum Brandobjekt aufgebaut. Bei der Menschenrettung hätte besser und schneller mit der Drehleiter oder – aufgrund der geringen Rettungshöhe – mit Steckleitern gearbeitet werden sollen, war bei der anschließenden Manöverkritik von Ortsbrandmeister Carsten Nordmann im Hotel Nöhre zu hören.

Vor eine komplizierte Aufgabe gestellt sahen sich indes die Feuerwehrmänner, die die unter dem gefüllten Bauschuttbehälter eingeklemmte Person zu befreien hatte. Der Container musste durch Tragegurte fixiert werden, damit dieser nicht rutschte. Statt mit dem Hebekissens hätte der Container schneller mit den Spreizer angehoben werden können, schätzten Beobachter aus der Ortsfeuerwehr Knesebeck die Situation ein. Ortsbrandmeister Nordmann, Stadtbrandmeister Heinrich Kruse und sein Stellvertreter Frank Müller waren mit der Übung insgesamt zufrieden.

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