„Wir sehen noch keinen Baubeginn“

Existenzängste und Pläne: Gruppe von A 39-Gegnern berät sich in Wittingen

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Die Gegner der geplanten A 39 lassen sich immer wieder Aktionen gegen den Autobahnbau einfallen.

Wittingen. Der Bau der A 39 steht kurz bevor – zumindest klingt es oft so, wenn man sich entsprechende Mitteilungen anschaut. Das sehen die A 39-Gegner, die sich vergangenen Mittwoch im Wittinger Tor trafen, ganz anders.

Uwe Bilau aus Rade bildete sozusagen den Vorsitz und lud Interessierte ein. Im Verlauf des Abends wurde besprochen, wie man gegen den geplanten Abschnitt 6 der A 39, von Wittingen (B 244) bis Ehra (L 289), vorgehen solle.

A 39-Gegnerin Karin Loock.

Als Experten und Berater waren Vertreter der Bürgerinitiative „Natürlich Boldecker Land“ anwesend, die bereits gegen den Abschnitt 7, von Ehra (L 289) bis Wolfsburg (B 188), arbeiten. Karin Loock stellte noch einmal die wichtigsten Punkte gegen den geplanten Bau vor. So seien die Bürger gegen die Errichtung einer Tank- und Rastanlage zwischen Jembke und Tappenbeck. Diese und der Wegfall eines Radweges würde die Bürger ihrer Lebensqualität berauben. Daneben seien einige Bedenken zum Lärm- und Naturschutz mit ähnlichen und weitreichenderen Folgen angebracht. Vor allem Landwirte würden ihr Land verlieren, aber auch Besitzer von Ferienhäusern und Eigenheimen stünden vor einem Wertverlust ihrer Immobilien und sähen ihre Existenzen bedroht. Auch das Versprechen aus Politik und Wirtschaft, die neue Strecke würde die VW-Pendler entlasten, sieht Loock kritisch: „Die werden durch ein vermehrtes Verkehrsaufkommen am Ende weiterhin in allen Richtungen im Stau stehen.“ Denn die Verkehrsprognose sieht eine Verdopplung des Pkw- und eine Versechsfachung des Güterverkehrs voraus.

Loocks Meinung nach werden die Bürger entrechtet, weshalb man mit Einwänden und diversen Klagen gegen die Planung vorgeht. Diese Maßnahmen veranlassen sie zu der kämpferischen Ansage: „Wir sehen noch keinen Baubeginn.“

Von Dennis Tesch

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