Andreas Ritter tritt sein Amt an

Der erste Tag im Büro des Wittinger Bürgermeisters

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Bürowechsel: Andreas Ritter nahm gestern erstmals auf dem Stuhl des Bürgermeisters im Wittinger Rathaus Platz.

Wittingen – Mittwochabend ist er vereidigt worden, gestern war für Andreas Ritter der erste Tag als Bürgermeister der Stadt Wittingen.

Ein noch ungewohntes Gefühl, wie der 42-Jährige einräumte – der aber schon recht konkrete Vorstellungen davon hat, wie er die Stadtverwaltung künftig aufstellen will.

„Ich denke, dass mir ein schlagkräftiges Team zur Seite stehen wird, das den Veränderungsprozess mit mir zusammen angeht“, hatte Ritter am Mittwoch im Stadtrat gesagt. Für diesen Prozess hat er bereits ein Konzept erstellt, das er zunächst als Diskussionsgrundlage ansieht, denn der bisherige Leiter des Fachbereichs Organisation und Ordnung weiß: Die genaue Ausgestaltung hängt auch vom Personal ab, das zur Verfügung steht. Bis Mitte 2020 scheiden sieben bis acht Mitarbeiter aus der Verwaltung aus, die meisten davon durch Ruhestand oder Altersteilzeit. In der Summe, davon ist Ritter überzeugt, wird man künftig eher mehr Mitarbeiter brauchen – der Radener kennt die Klagen aus den Dörfern, die sich insbesondere auf den Aufgabenbereich des zuletzt arg dezimierten Bauamtes beziehen.

Zunächst einmal steht Ritter vor der Aufgabe, seine eigene bisherige Position nachzubesetzen: Die Stadt hat gerade zum zweiten Mal die Leitung des Fachbereichs Personal und Organisation ausgeschrieben. Dass die Zuständigkeit für das Ordnungsamt in der Stellenausschreibung nicht mehr auftaucht, ist ein erster Hinweis darauf, dass Aufgabengebiete im Rathaus neu zugeschnitten werden.

Ritter kennt die Wittinger Stadtverwaltung seit 1993 – damals begann er seine Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellten. Nun, als Diplom-Betriebswirt und frisch gewählter Bürgermeister, möchte er gestalten. „Vor uns liegen große Herausforderungen“, sagte er am Mittwoch bei seiner Vereidigung, und skizzierte Themen wie Kindertagesstätten, Wohnraum und Wirtschaftsförderung. Verwaltungsintern wird es gelten, die Digitalisierung voranzutreiben. Mit der Politik will der parteilose neue Rathauschef regelmäßige Termine zum Austausch vereinbaren – viele Themen, viel Redebedarf. Was ja im übrigen auch für die Politik untereinander gilt, da im Stadtrat klare Mehrheiten fehlen.

VON HOLGER BODEN

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