Alles bereit für den Umzug

Erpensener Feuerwehr bezieht in voraussichtlich sechs Wochen neues Domizil

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Die Bauarbeiten am Erpensener Gerätehaus schreiten voran: In voraussichtlich sechs Wochen kann die Feuerwehr in die neuen Räumlichkeiten einziehen.

Erpensen – Das Feuerwehrhaus in Erpensen hat in den vergangenen Jahren schon für allerlei Planungen, Unmut sowie großes Hin und Her gesorgt. Nun wird das Vorhaben, das bereits vor zehn Jahren angestoßen wurde, endlich realisiert.

Die Feuerwehr Erpensen soll voraussichtlich in sechs Wochen ihr neues Domizil beziehen können.

„Wir freuen uns natürlich darauf, endlich in das neue Gerätehaus ziehen zu können“, erklärte Ortsbrandmeister Günter Erxleben im IK-Gespräch. Dann ergeben sich für die Brandschützer neue Möglichkeiten. „Momentan müssen wir Schulungen und die theoretische Ausbildung in größeren Partykellern von Privatpersonen stattfinden lassen“, erklärte Erxleben. „Im Gerätehaus hätten wir dazu gar keine Möglichkeit, der Platz reicht nicht.“ Das klappe zwar gut, sei aber definitiv keine Dauerlösung. „Die Kameraden müssen schließlich auch auf die Veränderungen in der Automobilindustrie geschult werden, beispielsweise auf Elektrofahrzeuge“, so Erxleben.

Mit dem neuen Gerätehaus soll außerdem auch Platz für die Einsatzkleidung geschaffen werden. „Die lagern wir seit Jahren jeder schon zu Hause“, führte der Ortsbrandmeister aus. Schon zum Aufbewahren der Einsatzkleidung sei kein Platz gewesen, zum Umkleiden schon gar nicht. Da das alte Gerätehaus weder über Toiletten noch über Duschen verfügt, müssen die Mitglieder der Wehr momentan nach jedem Einsatz zu Hause duschen.

Schon 2009 hatte die Erpensener Wehr einen Antrag für ein neues Gerätehaus eingereicht. Dieser wurde aber zurückgestellt, Hagen-Mahnburg und Zasenbeck waren vorher an der Reihe. 2014 wurden schließlich die ersten Planungsleistungen vergeben. Während der folgenden vier Jahre versuchten Politik und Verwaltung vergeblich, die Kosten für den Bau zu senken. Ende 2018 wurde das Vorhaben schließlich auf den Weg gebracht. Mittlerweile kostet das Gebäude rund 560 000 Euro, insgesamt belaufen sich die Kosten des Vorhabens laut Erxleben auf gut eine dreiviertel Million.

Allerdings lief der Pachtvertrag für das alte Gerätehaus im April 2019 aus, der Eigentümer hatte angesichts des anstehenden Neubaus bereits eine andere Nachnutzung vorgesehen. „Als aber klar wurde, dass das neue Gerätehaus nicht rechtzeitig fertig werden kann, hat der Eigentümer seine Ansprüche zurückgezogen, bis die Arbeiten abgeschlossen sind“, sagte Erxleben dankbar. „Obdachlos wurden wir also nicht.“ Nun sitzt die Erpensener Feuerwehr auf gepackten Koffern. „Wir freuen uns natürlich sehr auf die neuen Räume“, wiederholte Erxleben. „Und schon lange.“

VON DENNIS KLÜTING

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