Buntes Programm rund um Waidwerk und Natur lockt viele Besucher nach Oerrel

Erlebnis im Zeichen der Jagd

Nach interessanten Führungen durch das Museum oder einem Rundgang über den Aktivlehrpfad („Pirschgang Natur“) verweilten die Besucher auf dem Gelände. Fotos: Frankewitsch

max Oerrel. Zahlreiche Besucher und Interessierte folgten am Sonntag der Einladung zum 16. Natur- und Jagdtag am und im Jagdmuseum Wulff.

Ein abwechslungsreiches Programm mit Führungen durch das Museumsgebäude, Jagdhorn- und Blasmusik sowie kulinarischen Gaumenfreuden lockte bei sommerlichen Außentemperaturen Besucher aller Generationen auf das Gelände in Oerrel.

Der Erlebnistag begann mit dem Gottesdienst im Museumsgebäude unter der Leitung von Ursula Maahs. Für die musikalische Begleitung sorgte der Posaunenchor Lingwedel-Langwedel, bevor sich das Publikum der Natur und dem Jagdgeschäft widmen konnten. Für die kleinen Museumsbesucher stand auch ein Laserpunktgewehr zur Verfügung, wo sie unter Anleitung ihre Treffsicherheit unter Beweis stellen konnten. Am Vormittag zeigten Mitglieder der Gruppe Wittingen-Südheide ihre talentierten Tiere bei einer Teckelzuchtschau.

Waidmann und Moderator Werner Maahs begrüße die Gruppen und führte sie vorbei an den Präparaten. Dazu erklärte er: „Dieses Jagdmuseum zeigt Ihnen eine der größten Trophäensammlungen Europas mit diversen Tier-Präparaten aus der heimischen Fauna sowie Großwildtrophäen aus Afrika, Nordamerika und Alaska.“ Eine besondere Abteilung widmet sich der „Jagd früher und heute“ mit Jagdwaffen aus vergangenen Zeiten.

Ein Naturerlebnis für die ganze Familie ist auch der Außenbereich, wo unter anderem Wildschweine, Dam- und Rotwild in einem Freigehege zu bestaunen sind. Sehenswert ist zudem der neue Aktivlehrpfad „Pirschgang Natur“ mit einer Plattform und einer Schutzhütte.

Zuvor erinnerte Maahs jedoch an Günter Wulff, den Gründer und Stifter des Jagdmuseums. Wulff war ein Berliner Industrieller. Motiviert durch seinen Vater, begeisterte sich Günter Wulff schon seit seiner Kindheit in der Niederlausitz für die Jagd, der er sich dann Zeit seines Lebens widmete. In den 60er Jahren ließ er sein Jagdhaus im bayrischen Landhausstil vor Ort erbauen.

Am 8. Juni 1980, kurz nach seiner letzten Afrika-Safari, verstarb Wulff nach einer Herzoperation. In seinem Testament legte er fest, dass seine Trophäen zukünftig als Stiftung der breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden und das Gebäude als Museum dienen sollen.

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