Wittingerin klagt über Verspätungen / Unternehmen räumt Probleme ein

Erixx sorgt für Bahnfrust

+
Seit Mitte Dezember rollen Erixx-Triebwagen in den Wittinger Bahnhof ein – nicht immer pünktlich...

Wittingen/Landkreis Gifhorn. Mit einer gehörigen Portion Sarkasmus schildert eine Wittinger Pendlerin einige Erfahrungen, die sie mit dem neuen Erixx-Zug seit Mitte Dezember gemacht hat.

Seit fast zwei Monaten wird die Strecke zwischen Uelzen und Braunschweig (über Wittingen und Gifhorn) von dem Verkehrsunternehmen nun bedient. Dass der Start zum Teil etwas holprig war, räumen sowohl Erixx als auch der Zweckverband Großraum Braunschweig (ZGB) ein. Der ZGB organisiert den Schienenverkehr in der Region.

Die in Wolfsburg tätige Frau berichtet über diverse Zugverspätungen. Mit bitterer Ironie schreibt sie: „Egal. Denn es gibt ja große Panoramafenster. Dass mir das noch nicht aufgefallen ist.“ Stattdessen fehlten aber auf der eingleisigen Strecke Zeitpuffer zur Weichenumstellung. Statt die Fahrgäste mit Durchsagen über Wartezeiten wegen entgegenkommender Züge zu nerven, solle Erixx das Problem endlich lösen, fordert die Bahnfahrerin genervt. Zum Teil sei sie bis zu 40 Minuten verspätet zum Dienst erschienen.

Die Erfahrung der Wittingerin bestätigt der ZGB. „Mögliche Ursachen einer Verspätung können auch die Durchfahrten von entgegenkommenden Zügen sein. Auf der eingleisigen Strecke kann es immer wieder vorkommen, dass entgegenkommende Züge durchgelassen werden müssen“, so ZGB-Sprecherin Gisela Noske. Der Zug sei eigentlich im Plan gewesen, fahre dann aber aufgrund dieser Situation Verspätungen ein. Dann sei beispielsweise ein Umstieg in Gifhorn gefährdet, so Gisela Noske weiter. „Wir werden uns alle Verspätungen noch einmal anschauen“, verspricht sie. Es seien, auf die Gesamtleistung gesehen, aber nur wenige.

Das sagt auch „Erixx“ selbst. Mittlerweile habe man eine Pünktlichkeit der Züge von 90 Prozent erreicht, so Erixx-Sprecher Björn Pamperin. Als das Tochterunternehmen der Osthannoverschen Eisenbahnen Ende vergangenen Jahres seine brandneuen Alstom-Züge auf die Strecke setzte und die Deutsche Bahn dort ablöste, sei es das eine oder andere Mal zu technischen Problemen gekommen, so Pamperin. Die seien aber in enger Zusammenarbeit mit dem französischen Triebwagen-Hersteller jetzt abgestellt.

Von Jens Schopp

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare