30 000. Badegast im Wittinger Freibad / Schon jetzt 20 Prozent mehr Besuch als in ganzer Saison 2017

Erfrischende Besucherzahlen

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Stadtbürgermeister Karl Ridder (l.) und Schwimmmeister Chris Gipser gratulierten gestern Nachmittag der Wittingerin Vanessa Schultze, die mit ihren Töchtern Elina und Mathilda die 30 000. Besucherin des Wittinger Ernst-Siemer-Bads in diesem Jahr war.

Wittingen. Der Hitze-Sommer 2018 bringt das Wittinger Freibad auf die Überholspur. Gestern Nachmittag begrüßte Stadtbürgermeister Karl Ridder den 30.000. Besucher der Saison – eine Besucherin.

Schon am letzten Juli-Tag lag der Besuch damit um mehr als 20 Prozent über dem Ergebnis der gesamten Saison 2017.

Als kleines Präsent hatte Ridder ein Familien-Badetuch mit in das Ernst-Siemer-Bad gebracht. Um kurz nach 14 Uhr durfte er es dann einem Stammgast überreichen. „Wir sind fast jeden Tag hier“, sagte Vanessa Schultze, Besitzerin einer Familien-Jahreskarte, die mit ihren beiden Töchtern Elina und Mathilda am vielleicht heißesten Tag des Jahres Erfrischung suchte. Sie freute sich über das Präsent, zu dem ihr auch Schwimmmeister Chris Gipser gratulierte.

Das Thermometer am Eingang des Freibads zeigte zu diesem Zeitpunkt gut 37 Grad – so etwas wie der temperaturmäßige Höhepunkt in einer Reihe von heißen Tagen, die viele Besucher ins Ernst-Siemer-Bad gelockt haben. Der Besucherrekord der laufenden Saison war am Freitag zu verzeichnen, da kamen 900 Badegäste an einem Tag. „Das ist schon stark“, urteilt Gipser. Ansonsten registriere man derzeit konstant 600 bis 700 Besucher pro Tag. Und da seien, so der Schwimmmeister, auch viele von außerhalb dabei, insbesondere aus Wesendorf und Wahrenholz.

In früheren Jahren gab es an Rekordtagen auch schon mal 1000 oder sogar 1200 Gäste. Solche Werte erwartet heute trotz Rekordhitze keiner mehr. „Das Freizeitverhalten hat sich geändert“, sagt Gipser. Für Kinder und Jugendliche sei der Freibadbesuch nicht mehr selbstverständlich.

So träumt wohl auch niemand davon, dass noch einmal die Besuchermarke von 80.000 – erreicht im Sommer 1994 und Bestwert der letzten 25 Jahre – geknackt wird. Auch nicht, falls dieser Sommer die nächsten sechs Wochen noch so weitergeht.

Doch mit Blick auf die jüngere Vergangenheit können sich die bisher gezählten 30.000 absolut sehen lassen. In der Saison 2013 wurde mit fast 46.000 Badegästen der bisher beste Besuch im neuen Jahrtausend registriert, im Regensommer 2017 waren es 24.881 – nur 2007 war noch schlechter (22 000). Ob vielleicht bis Mitte September die 40.257 Besucher aus 2016 noch erreicht werden?

Im Rathaus freut man sich jedenfalls über den Super-Sommer – wenn auch nicht wegen der heißen Amtsstuben, so doch wegen der guten Resonanz aufs Freibad. Was die aktuellen Zahlen für die Einnahmen bedeuten, das wisse man wegen der Vielzahl von Ticket-Arten erst beim Abrechnen nach der Saison, so Ridder.

Von Holger Boden

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