Barrierefreier Ausbau von Bushaltestellen stellenweise schwierig

Entschleunigung in Ohrdorf

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Kritik am Standort der Bushaltestelle in Ohrdorf: Ohne Haltebuchten würde dort Rückstau entstehen. 

Wittingen – Der barrierefreie Umbau von Bushaltestellen ist nicht überall einfach. In Ohrdorf beispielsweise muss auf eine Lösung zurückgegriffen werden, bei der einige Mitglieder des Wirtschaftsausschusses der Stadt Wittingen durchaus Bedenken hatten.

Kim Schwettmann vom Planungsbüro Heidt & Peters stellte die Pläne für Vorhop, Ohrdorf, Zasenbeck, Plastau und Radenbeck vor. In Vorhop soll die Haltestelle nach dem Umbau „charakteristischer“ werden, wie der Planer hervorhob. Dazu soll es auch ein neues Wartehäuschen geben, die Entwässerung soll auf einer Seite durch eine neue Gosse erfolgen.

Besondere Aufmerksamkeit wurde auf die Haltestelle in Ohrdorf gerichtet: Denn auch diese soll über eine Länge von 18 Metern umgebaut werden, Haltebuchten sind nicht mehr vorgesehen. „Die bekommt man heute quasi nirgendwo mehr genehmigt“, erklärte Schwettmann. Dennoch wurde mehrfach Kritik aus den Reihen der Ratsmitglieder laut, dass das Stück zwischen den beiden scharfen Kurven zu kurz und ungeeignet sei. Sabrina Puskeiler vom Wirtschaftsamt der Stadt erklärte, dass die Lage der Bushaltestelle in Ohrdorf besonders schwierig sei. „Die Einfahrten müssen natürlich erreichbar sein. Und es sind so viele, dass keine andere Position geeignet ist.“ Außerdem sei eine gewisse Verkehrsbehinderung durch einen kurz anhaltenden Bus auf der Straße als entschleunigende Maßnahme erwünscht.

Auch in Zasenbeck soll die Bushaltebucht zurückgebaut werden. „Da sich die Wartehäuschen in gutem Zustand befinden, müssen keine neuen aufgestellt werden“, so Schwettmann.

In Plastau befinde sich ein Fahrbahnteiler genau zwischen den Bushaltestellen. „Das ist ungünstig“, sagte Schwettmann. „Den nutzt keiner, sobald ein Bus da steht.“ Daher soll die Haltestelle ein paar Meter versetzt werden. In Radenbeck müssen ebenfalls jeweils zwei Haltebuchten und Wartehäuschen zurückgebaut werden.

Die Entwurfsunterlagen sollen laut Schwettmann bis Ende April fertiggestellt sein, im Mai kann der Antrag gestellt werden. Für Ohrdorf soll dabei ein Einzelantrag gestellt werden, da der Umbau dort über 50.000 Euro kosten soll. Die Maßnahme wird zu 75 Prozent von der Landesnahverkehrsgesellschaft gefördert, weitere 12,5 Prozent fördert der Regionalverband Großraum Braunschweig. Der Ausschuss empfahl die Konzeption des Planungsbüros einstimmig an den Stadtrat.

VON DENNIS KLÜTING

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