Experte Heino Krannich hofft auf Hilfe von Außen

Entlaufender Sao seit Mittwoch nicht mehr gesehen

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Am Mittwochmorgen wurde der entlaufende Sao zum letzten Mal gesehen.

Isenhagener Land. Der Mischlingshund Sao bleibt verschwunden. Vor knapp drei Wochen ist er in der Gifhorner Innenstadt ausgebüxt.

Nach dem das Tier an mehreren Stellen des Landkreises Gifhorn gesehen worden ist, tappen Petra Paeger vom Tierschutz Isenhagener Land und Heino Krannich, Spezialist für die bundes- und europaweite Sicherung entlaufender Hunde, im Dunkeln.

„Der Hund scheint sich zum Phantom zu entwickeln. Und solange uns keine Sichtungen aus der Bevölkerung genannt werden, kann ich nichts machen“, sagt Krannich. Die letzte Sichtung habe es am Mittwochmorgen gegeben – aber das könne natürlich auch ein anderer Hund gewesen sein. In der vergangenen Woche sind beim Tierschutz mehrere Meldungen eingegangen – dabei wurde das Tier relativ zeitnah im Süd- und im Nordkreis gesehen.

Wie Krannich erläutert, kann so ein Tier durchaus acht Kilometer zurücklegen, das sei überhaupt kein Problem.

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Probleme bereiten dem Zahrenholzer vielmehr Fehlverhalten der Bürger. So jüngst geschehen, als jemand Sao gesehen hat und den sehr menschenscheuen Hund einfangen wollte. Krannich geht mittlerweile davon aus, dass Sao von irgendjemanden im Garten gefüttert wird oder er sich eventuell über Katzenfutter hermacht. So brauche sich der Hund nicht mehr großartig bewegen und er wird nicht mehr gesehen. „In diesem Fall sollte derjenige bei dem Hund für Standort-Treue sorgen, sprich ihn weiter füttern und uns sofort anrufen“, bittet Krannich. Auf keinen Fall sollte das Tier angesprochen, nach ihm gegriffen oder irgendein Fangversuch gestartet werden. Damit würde Sao nur erneut in die Flucht geschlagen.

Krannichs favorisierte Methode ist das Einfangen eines Hundes mit Hilfe der Distanznarkose. Unter der Distanznarkose versteht man die Sicherung eines Tieres mit Hilfe eines Betäubungsgewehres mit angepasstem Betäubungsmittel. „Angefangen beim richtigen Narkosemittel über die exakte Dosierung bis zum perfekten Schuss optimiere ich alles daraufhin, den Hund so schonend wie möglich zu narkotisieren. Dessen Wohlbefinden und Sicherung stehen bei mir an erster Stelle“, erläutert Krannich.

Wer den Hund sieht, sollte umgehend handeln und dies unter d (0174) 2020667 oder (0170) 8840525 melden.

Nähere Informationen gibt es unter www.heino-krannich.de.

Von Carola Hussak

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