„Enorme Veränderungen“

Wahrenholz - Von André Pohlmann Einen kräftigen Griff in die Sparbüchse muss sich die Gemeinde Wahrenholz in diesem Jahr genehmigen. Ohne Gegenstimme verabschiedete der Gemeinderat in seiner Sitzung am Montagabend den Nachtragshaushalt für das laufende Jahr, der „enorme Veränderungen“ in den Zahlungsströmen für das laufende Jahr nachvollziehe, wie Bürgermeisterin Friedhilde Evers erläuterte. Außerdem gab das Gremium mit dem Beschluss über einen neuen B-Plan grünes Licht für die Erweiterung des Wahrenholzer Edeka-Marktes.

Allein die Gewerbesteuern seien im laufenden Jahr um etwa 283 000 Euro eingebrochen, erläuterte Evers in der Sitzung. Auf der Ausgabenseite haben unter anderem erhöhte Aufwendungen für den Erhalt gemeindeeigener Straßen mit mehr als 30 0 00 Euro zu Buche geschlagen. Um den Verwaltungshaushalt auszugleichen, müssen deshalb aus dem Vermögenshaushalt 276 000 Euro zugeführt werden. Der Saldo des Verwaltungshaushaltes erhöht sich im Nachtrag um gut 89 000 Euro auf knapp 2 240 000 Euro. Finanziert wird dies mit einem Griff auf die glücklicherweise gut gefüllte „hohe Kante“. Kredite werden nicht aufgenommen, auch Verpflichtungsermächtigungen werden nicht veranschlagt. Einschließlich der Investitionen müssen nun insgesamt 516 200 Euro aus der Rücklage entnommen werden. Ursprünglich geplant war, 312 000 aus der Rücklage zu finanzieren. Der Saldo im Vermögenshaushalt hingegen verringert sich um 372 300 Euro auf nunmehr 762 900 Euro.

Ebenfalls einstimmig fällt der Gemeinderat den Beschluss über den B-Plan „Hüüs-Hoff“. Der Einkaufsmarkt in der Wahrenholzer Ortsmitte will seine Verkaufsfläche von 750 Quadratmeter auf 1250 Quadratmeter vergrößern, außerdem sollen weitere 150 Quadratmeter Verkaufsfläche für eine Bäckerei und weiteren Einzelhandel geschaffen werden. Angedacht sei, dass der Heimatverein Wahrenholz hier Räumlichkeiten nutzen werde.

Betroffen von der Neubeplanung des Geländes an der Hauptstraße seien auch zwei denkmalgeschützte Gebäude, erläuterte Planerin Frauke Schwerdt aus Braunschweig, die den B-Plan in der Sitzung vorstellte. Die für den Denkmalschutz zuständigen Behörden hatten im Vorfeld bereits Zustimmung für die Neubeplanung und den Abriss eines ebenfalls zu dem Ensemble gehörigen Stallgebäudes erteilt, so Bürgermeisterin Evers. Im Zuge der Erweiterung des Marktes werde auch die Entwässerung der überbauten Fläche verändert, erläuterte Schwerdt. Ein unterhalb des Parkplatzes einzubauender Stauraumkanal nehme dann das Regenwasser auf und gebe es zeitlich verzögert ab.

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