Kein Rundweg mehr ums Gewässer am Naherholungsgebiet Nachtweide

Endstation Schönungsteich

Nadelöhr für Spaziergänger am Schönungsteich: Die Reparatur der Brücke soll sich voraussichtlich 2018 im Haushalt wiederfinden, für ein Gesamtkonzept für das Areal gibt es noch keinen Zeitplan.
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Nadelöhr für Spaziergänger am Schönungsteich: Die Reparatur der Brücke soll sich voraussichtlich 2018 im Haushalt wiederfinden, für ein Gesamtkonzept für das Areal gibt es noch keinen Zeitplan.
  • Holger Boden
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Wittingen. Als Wittingens Naherholungsgebiet soll es aufgewertet werden – doch jetzt ist dem Areal rund um die Nachtweide ein wichtiger Pfeiler erst einmal im wahrsten Sinne des Wortes weggebrochen.

Die Fußgängerbrücke über einen Zulauf des Schönungsteiches ist marode und musste von der Stadt gesperrt werden. Als Wittingens Naherholungsgebiet soll es aufgewertet werden – doch jetzt ist dem Areal rund um die Nachtweide ein wichtiger Pfeiler erst einmal im wahrsten Sinne des Wortes weggebrochen: Die Fußgängerbrücke über einen Zulauf des Schönungsteiches ist marode und musste von der Stadt gesperrt werden.

Nicht, dass es derzeit besonders attraktiv wäre, um das Gewässer zu spazieren – der äußerst feuchte Herbst lässt die Schuhe stellenweise äußerst tief einsinken. Doch grundsätzlich spielt der Teich aller Voraussicht nach eine wichtige Rolle im Gesamtkonzept, das für die Nachtweide noch erarbeitet werden soll.

Der Ortsrat hatte zu diesem Zweck auch auf eine Beteiligung der Bürger gesetzt und um die Einsendung von Ideen gebeten (das IK berichtete). Laut Ortsbürgermeister Matthias Rönneberg sind auch „sieben bis acht Vorschläge“ von Wittingern eingegangen: „Diese Dinge sind uns ganz wichtig und sollen nach Möglichkeit berücksichtigt werden.“

An die Öffentlichkeit will Rönneberg mit den Eingaben allerdings noch nicht gehen, auch nicht in der nächsten Ortsratssitzung, die für den 4. Dezember terminiert ist. „Das Ganze muss reifen“, meint er mit Blick auf die Tatsache, dass gleichzeitig ein professioneller Planer mit einem Nachtweide-Konzept beauftragt werden soll. Die Bürger-Ideen sollen da einfließen und nicht vorab „verbrannt“ werden.

Unterdessen ist für die gesamte Nachtweide-Planung ohnehin die Pausetaste gedrückt, weil die Stadtpolitik darauf setzt, dass im Zuge der Windkraft-Planung städtebauliche Verträge geschlossen werden können, von denen die Nachtweide profitieren kann. CDU und Grüne hatten einen entsprechenden Antrag eingebracht. In dieser Hinsicht, so Rönneberg, seien für Dezember zunächst einmal Abstimmungsgespräche mit Windpark-Betreibern geplant.

Und der Schönungsteich? Der gehört nicht der Stadt, sondern dem Gifhorner Wasserverband, doch für die Brücke ist man in Wittingen selbst zuständig. 20 000 Euro stehen dafür in dem Etat-Entwurf, der für die noch anstehenden Haushaltsberatungen vorliegt, und für Ortsbürgermeister Rönneberg ist klar: Unabhängig von einem späteren Masterplan „muss die Brücke sowieso erneuert werden“. Und ja, auch um den Zustand der morastigen Pfade rund um den Teich werde man sich zu kümmern haben, wenn das mit dem schönen Naherholungsgebiet ein rundes Paket werden soll: „Die Wege müssen befestigt werden.“

Von Holger Boden

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