Mischlingsrüde ruht sich bei Tierschutz aus

Sao ist nun endlich in Sicherheit

+
Knapp vier Wochen irrte der Mischlingsrüde Sao im Landkreis Gifhorn umher. Am vergangenen Wochenende konnte er in Westerbeck eingefangen werden.

ola Wittingen. Der Rüde Sao wurde erst am 12. Juli aus Sardinien von dem Verein „Pro Tier“ nach Gifhorn vermittelt, doch schon einen Tag später ist der kleine Mischling seinen neuen Besitzern ausgebüchst, als sie ihm Halsband und Leine kaufen wollten. Nun ist der Rüde endlich in Sicherheit.

„Die Sicherung von Sao stellte sich als schwieriger heraus, als anfangs gedacht“, sagt Petra Paeger vom Tierschutz Isenhagener Land.

Mehr zu Sao

Entlaufender Sao seit Mittwoch nicht mehr gesehen

Entlaufener Angsthund Sao weiter auf freiem Fuß

Ein Flyer wies daraufhin, dass sich der kleine Kerl mit Futter anlocken lässt – allerdings scheiterten die ersten Fangversuche. Dadurch wurde der Rüde verunsichert, die so genannten Sichtungen wurden seltener und die Entfernungen größer. Vor über einer Woche schaltete der Tierschutz dann Heino Krannich ein, der sich auf die Sicherung entlaufener Hunde spezialisiert hat und bereits mehrere Hunde im Landkreis Gifhorn erfolgreich einfangen konnte.

An zwei Wochenenden wurde Sao aktiv gesucht, Flyer an Höfe verteilt, neue Futterstellen angelegt. Ende Juli war die Sicherung in greifbare Nähe gerückt, und Sao hatte eine Futterstelle angenommen. Aber leider kam ein gutgemeinter, aber missglückter Fangversuch und ein Unwetter dazwischen. Danach wurde Sao wieder einige Tage nicht gesehen.

Der entscheidende Hinweis kam dann am 8. August: Sao wurde auf einem Feld in Westerbeck gesehen. Paeger: „Leider befand sich Heino Krannich zu dieser Zeit in Bonn, und konnte daher nicht zum Einsatz kommen.“ Zu dieser Zeit hatte sich schon eine erfahrene Hundebesitzerin dem völlig erschöpften Sao angenommen. Mit viel Geduld und leckerem Futter gelang es ihr, Sao ein Halsband und Leine anzulegen. So konnte Sao knapp vier Wochen nach seinem Entlaufen endlich gesichert werden.

Auch wenn Sao natürlich noch ein wenig erschöpft ist, geht es ihm gut und er kann sich nun erst einmal beim Tierschutz Isenhagener Land erholen.

Von Carola Hussak

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare