Online in die Kita

Eltern im Wittinger Stadtgebiet müssen ihre Kinder ab 2019 digital anmelden

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So, dann melden wir Dich mal an: Eltern müssen ihre Kinder bei Kindergärten und Krippen im Stadtgebiet ab dem neuen Jahr über ein Online-Portal anmelden. 

Wittingen. Die Anmeldung an den Kindertagesstätten der Stadt Wittingen wird ab 2019 digital.

Mussten Eltern dafür bisher bei der Kita ihrer Wahl vorstellig werden und gegebenenfalls auch bei mehreren Einrichtungen anfragen, so soll nun künftig eine zentralisierte Anmeldung über ein neues Portal auf der Homepage der Stadt Wittingen erfolgen.

Noch ist das Portal nicht „scharf“ geschaltet. Als Anmeldezeitraum für einen Platz im Kindergartenjahr 2019/2020 ist die Zeit vom 1. bis 28. Februar nächsten Jahres vorgesehen. Vorher soll nach Angaben des Ersten Stadtrats Peter Rothe zeitgleich in allen Kitas der Stadt eine Info-Veranstaltung angeboten werden – am 12. Januar von 10 bis 13 Uhr. Da kann man dann auch Fragen zu pädagogischen Inhalten, Mittagessen und anderen Aspekten der Betreuung loswerden.

Bei dem elektronischen Anmeldeverfahren sollen Eltern ein Benutzerkonto erhalten, mit dem sie bei der Betreuungsanfrage Prioritäten eingeben oder auch künftige Änderungen des Betreuungsbedarfs anmelden können. Für Fragen oder Probleme will die Stadtverwaltung zur Verfügung stehen. Sachbearbeiter im Rathaus sollen jenen Familien helfen, die keinen Internetzugang zur Verfügung haben.

Die Stadt will mit dem neuen Verfahren auch für mehr Rechtssicherheit bei der Anmeldung und im Falle von Ablehnungen sorgen. Für die Bedarfsprüfung ist ein Kriterienkatalog aufgestellt worden, der schon durch mehrere Ausschüsse gegangen ist und in der Sitzung des Stadtrates am 20. Dezember endgültig beschlossen werden soll.

Der Katalog ist ein Punktesystem, das dann herangezogen wird, wenn mehr Anmeldungen vorliegen, als Plätze vorhanden sind. Damit sollen Faktoren wie Berufstätigkeit und Familienstand (alleinerziehender Elternteil?) ebenso berücksichtigt werden wie beispielsweise der Wohnort oder soziale Kriterien. In begründeten Ausnahmefällen – auch das steht in dem Papier – kann „von der Punkte-Regelung abgewichen“ werden. Gründe können beispielsweise ein Krankheits- oder Pflegefall in der Familie sein. Höchste Priorität wird einem Aufnahmeantrag eingeräumt, wenn das Jugendamt des Landkreises eine bevorzugte Aufnahme als notwendig bescheinigt – etwa in Fällen der Kindeswohlgefährdung.

Von Holger Boden

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