Viel Gegenwind aus der Bürgerschaft 

Eltern übergeben Petition: 574 mal „Nein“ zu Haltestellen-Plänen des Knesebecker Ortsrats

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Stefan Schiller (v.r.), Tanja Meyer und Maren Kasten übergaben die Unterschriftenliste an Stadtbürgermeister Andreas Ritter und seine Mitarbeiterin Sabrina Puskeiler. Tim Schiller (vorn, r.) und Jannes Kasten als betroffene Schüler waren mit von der Partie. 

Wittingen/Knesebeck – Aus der Bürgerschaft gibt es viel Gegenwind für die Entscheidung des Knesebecker Ortsrats, die Bushaltestelle an der Grundschule künftig wegfallen zu lassen.

574 Unterzeichner haben sich der Petition angeschlossen, die von Elternschaft und Schule gegen das Vorhaben gestartet worden war. Elternvertreter haben das Dokument am Donnerstagnachmittag an Stadtbürgermeister Andreas Ritter übergeben.

Die Petition dürfte nächste Woche eine große Rolle in der politischen Diskussion spielen: Am Montag (19 Uhr, Dörphus) berät der Vorhoper Ortsrat unter anderem über den Schulweg der Grundschüler aus Vorhop und Transvaal – die wären von der Haltestellen-Verlegung in Knesebeck direkt betroffen. Am Dienstag tagt dann der städtische Verkehrsausschuss (18 Uhr, Rathaus), wo das Thema ebenfalls auf der Tagesordnung steht. Der Ausschuss könnte das Ortsrats-Votum wieder kassieren. Das letzte Wort hat der Verwaltungsausschuss.

Die CDU hatte bereits beantragt, dass der Inhalt der Petition am Dienstag in die Diskussion einfließen soll (das IK berichtete). Das sieht auch Ritter so, der am Donnerstag sagte, verwaltungsseitig werde das für die Fraktionen im Vorfeld der Ausschusssitzung entsprechend vorbereitet.

Die Überbringern der Petition lud Ritter am Donnerstag gleich zum Dialog ein. Tanja Meyer, Maren Kasten und Stefan Schiller – alle aus Vorhop – nutzten das, um noch einmal die Stoßrichtung ihrer Argumentation zu betonen: Es gehe nicht gegen die Anwohner der Kirchstraße, wo die Verkehrssituation als problematisch gilt, es gehe allein darum, weiterhin ein Halten der Busse an der Schule zu gewährleisten, die die Erst- bis Viertklässler zur Grundschule bringen und dort wieder abholen.

Das Kardinalproblem sind aus Elternsicht nicht die Busse, sondern die parkenden Autos und das Fehlen von Parkraum – dies hätten auch Anwohner so bestätigt. Meyer sagte: „Drei Busse morgens, drei Busse mittags – davon kommt nicht das Verkehrschaos.“ Müssten die Kinder künftig an der Mittelstraße oder an der Lindenstraße in den Bus steigen – da waren sich die Elternvertreter einig –, dann nehme der Verkehr durch Elterntaxis in der Kirchstraße eher noch zu. Kasten sagte, weil es die Interessen von Vorhoper Familien betreffe, hätte die Sache mit der Bushaltestelle auch mit dem Vorhoper Ortsrat besprochen werden müssen.

Zur Frage der Eltern, warum eine Fläche an der Lindenstraße, die rückwärtig an die Schule grenzt, nicht für Parkplätze gekauft werden konnte, sagte Ritter, dass es dafür seitens des Besitzers nie Ambitionen gegeben habe – und ein generelles Vorkaufsrecht der Stadt bestehe nicht.

VON HOLGER BODEN

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