1. az-online.de
  2. Isenhagener Land
  3. Wittingen

Einweihung des Darrigsdorfer 1,5-Millionen-Projekts

Erstellt:

Von: Burkhard Ohse

Kommentare

Das Foto zeigt Ortsvorsteher Holger Reiche im Beisein von Stadtbürgermeister Andreas Ritter (rechts) beim Durchschneiden des Bandes zur Einweihung der Darrigsdorfer Dorfstraße.
Darrigsdorfs Ortsvorsteher Holger Reiche (M.) schnitt das symbolische Band zur Einweihung der sanierten Straße durch. © Burkhard Ohse

Darrigsdorf – Nicht nur eine vollkommen neue Straße wurde am Samstagnachmittag eingeweiht, die Darrigsdorfer feierten bei dieser Gelegenheit gleichzeitig ein Dorffest. Gut ein Jahr hatten vor allem die Anlieger der Dorfstraße und der Rosenstraße warten müssen, bevor Bürgermeister Andreas Ritter, Ortsvorsteher Holger Reiche und Gordon Tannhäuser, Polier beim Tiefbauer Pasemann, symbolisch das Band für den rund 600 Meter langen Sanierungsabschnitt durchschnitten.

Befahren werden konnte die Straße danach dennoch nicht. Denn mit wärmenden Holzbrennöfen, Würstchen und Steaks vom Grill sowie Salaten wurde neben dem Dorfgemeinschaftshaus auf der Straße das Ereignis gefeiert. Das passiert so nicht alle Tage, machten die Festredner deutlich. Wie Ritter sagte, hatte es zwischenzeitlich auch die 963 000 Euro teure Alternative, lediglich die Deckschicht zu erneuern, gegeben, aber letztlich wurde alles rundum erneuert. Statt Mischkanalisation gibt es nun ein Getrenntabwassersystem, neue Gas- und Stromleitungen sowie Glasfaser liegen unter der Erde, die Straßenbeleuchtung wurde nach DIN-Vorschriften angelegt, natürlich mit LED, und die Seitenbereiche sind neu gestaltet. Da ist allerdings noch einiges zu tun, sagte Ritter.

Ein bisschen Zeit bleibt noch, bis die gesamte Maßnahme, deren Fertigstellungsfrist dreimal verlängert werden musste und an der sich auch der Wasserverband und die LSW sowie die Netservices beteiligten, schlussgerechnet werden muss. Mit der Dorferneuerung hat man 510 000 Euro Förderung bei dem Projekt eingeworben, das insgesamt 1,5 Millionen Euro kostet. „Das Geld wurde im wahrsten Sinne des Wortes versenkt“, sagte Ritter. 750 000 Euro übernimmt der Wasserverband, 110 000 Euro die LSW, der Rest entfällt auf die Stadt Wittingen. Das ist mit 640 000 Euro weniger als die nicht genommene Alternative.

Ortsvorsteher Reiche berichtete von mysteriösen und unerwarteten Vorfällen mit einem Hund und einer weißen Katze und verschwundenem Mett der Bauarbeiter. Anwohner Ernst-Albrecht Dralle hatte seine Beobachtungen während der Bauarbeiten in Reimform verarbeitet. Wie er waren die meisten Anwohner „sehr verträglich“ und unaufgeregt ob der Einschränkungen während der Bauarbeiten.

Die Straßenvollsanierung gehört zu einer Reihe von Projekten, die derzeit umgesetzt werden. Ritter nannte 30 Millionen Euro, die von 2021 bis 2023 in der Stadt investiert werden. „Dafür werden wir uns massiv verschulden, aber nicht übertrieben. Denn der Druck zu investieren ist da.“ Dabei verteile sich das Volumen auf das gesamte Stadtgebiet mit seinen 25 Ortschaften, immerhin 225 Quadratkilometer groß. Auch im Ort habe man mit dem Schützenhaus und dem Kalthaus, dem Parkplatz am DGH sowie dem DGH-Dach und Arbeiten auf dem Friedhof und an der Friedhofskapelle einiges investiert.

Auch interessant

Kommentare