Gemütlich, aber nicht von Dauer: Einweihung der Container-Kitas in Wittingen und Knesebeck

„Eine Veränderung jagt die nächste“

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In der neuen Wittinger Kindertagesstätte sangen die Kinder ein Begrüßungslied für die Gäste der Einweihungsfeier.

bo Wittingen/Knesebeck. Ein Provisorium? Nein, so fühlte es sich für die Gäste aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft wirklich nicht an, als sie am Freitagabend der offiziellen Einweihung der beiden neuen Kitas in Wittingen und Knesebeck beiwohnten.

Dennoch ist vorprogrammiert, dass die Containerbauten in drei Jahren wieder geräumt werden müssen – länger läuft die Genehmigung nicht.

Die beiden mit Eilbedürftigkeit errichteten Kindertagesstätten neben der Wittinger IGS und der Knesebecker Grundschule sind denn auch Ausdruck einer sich stark wandelnden Kita-Landschaft, die am Freitagabend von Gastrednerin Erika Brahms vom Diakonischen Werk der Landeskirche Hannovers beschrieben wurde: „Eine Veränderung jagt die nächste, die Entwicklung ist noch lange nicht am Ende.“ Das bezog die Kita-Expertin auf neue Anforderungen an Öffnungszeiten und veränderte Betreuungsbedarfe wie auch auf die zunehmenden Schwierigkeiten, Fachpersonal zu finden. Was der Fachberaterin für evangelische Kindertageseinrichtungen aber auch ganz wichtig war, war das Selbstverständnis kirchlicher Kita-Arbeit, wie sie in der Stadt Wittingen zu finden ist: „Die Kitas sind Teil der Kirchengemeinde.“

Karl Ridder (v.l.) mit Angie Nieber, Laura Dralle, Stefanie Pagel-Bosker (pädagogische Leiterin der Kitas), Elisabeth Schulze und Helmut Kramer.

Die Herausforderungen sind freilich auch ganz weltlicher Art: 1,8 Millionen Invest bedeuten die beiden Container-Anlagen für die Stadt, wie Rathauschef Karl Ridder vorrechnete. Für das laufende Jahr veranschlage man einen Zuschuss von 2,28 Millionen Euro aus dem Stadtsäckel an den Kita-Bereich – die finanziellen Folgen von Beitragsfreiheit seien da noch nicht eingerechnet. Gleichwohl betonte Ridder, dass man diese Investitionen in den Nachwuchs als gut angelegtes Geld betrachte: „Die Kinder haben Anspruch darauf, dass ihnen Gutes geboten wird.“

Elisabeth Schulze als Vorsitzende des Dachverbands der Wittinger Kindertagesstätten lobte das in Wittingen und Knesebeck Geschaffene – dort seien zwei „schöne Einrichtungen entstanden“. Zum Einzug, der in Wittingen am 15. und in Knesebeck am 29. Januar erfolgte, gratulierte auch der Ehraner Pastor Helmut Kramer als stellvertretender Superintendent des Kirchenkreises Wolfsburg-Wittingen.

In der Wittinger Kita St. Stephanus II, wie die Container-Anlage an der Rammestraße heißt, werden unter der Ägide von Leiterin Laura Dralle 75 Kinder in drei Gruppen von einem 13-köpfigen Team betreut. In Knesebeck heißt die neue Einrichtung St. Katharinen II, dort kümmern sich 11 Mitarbeiter und zwei Praktikanten um derzeit 44 Kinder. Die Leitung hat Angie Nieber.

An beiden Standorten wartet man noch auf Tauwetter – damit auch die Außenbereiche zum Spielen und Toben hergerichtet werden können.

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