Kreiskönigsschießen in Vorhop: Steinhorsterin Irmtraud Krüger sichert sich mit bestem Teiler die Krone

Eine Königin der Könige

Harald Bohne, Vorsitzender des Kreisschützenverbandes (links), kürte Irmtraud Krüger von der Schützengesellschaft Steinhorst (Mitte), vor Heidrun Grünheid (Schützengesellschaft Wittingen) und Thorsten Hahn (Steinhorst), zur Kreiskönigin der Könige. Fotos: Ohse

Vorhop. Gewonnen hatte eigentlich schon jeder Teilnehmer am Schießen um den König der Kreiskönige, denn alle Teilnehmer hatten nicht nur die Würde des Schützenkönigs ihres Vereins, sondern auch die des Kreiskönigs erlangt.

Otto Hallmann aus Wittingen war der älteste Teilnehmer.

Spannend machte es Harald Bohne, Vorsitzender des Kreisschützenverbands, als er am Sonnabend im Vorhoper Dörphus nach dem Schießen den diesjährigen König der Kreiskönige bekannt gab. In mehreren Abordnungen rief er alle 44 Teilnehmer nach vorne, um zunächst jedem eine Teilnahmenadel zu verleihen. So richtig aufregend wurde es dann, als Bohne zu den „Top Ten“ kam. Der Jubel derjenigen Vereinsmitglieder, dessen Majestät bis zu Platz vier immer noch nicht vorne stand, wurde lauter. Und dann gab Bohne den Teilnehmern und deren Gefolge bekannt: Mit Irmtraut Krüger, Kreiskönigin von 2010, ist erstmals eine Frau an der Spitze der Kreiskönige. Die Steinhorsterin hatte nicht nur wie sechs andere Teilnehmer 30 Ringe geschossen, sondern mit 142 auch den besten Teiler erreicht. Auch Platz zwei ging an eine Frau. Heidrun Grünheid von der Schützengesellschaft Wittingen, Kreiskönigin 2005, hatte einen 154er Teiler.

Platz drei holte sich wieder die Steinhorster Schützengesellschaft: Thorsten Hahn, Kreisjungschützenkönig von 1990, sicherte sich die Bronzemedaille mit einem 170-Teiler.

31 Schützen erreichten nach den drei Probeschüssen bei den drei Wertungsschüssen mindestens eine Zehn, gab Bohne bekannt. Und die diesjährige Beteiligung war die höchste bisher. „69 Teilnehmer hätten es maximal sein können“, erklärte Schießwart Jörg Heine.

Irmtraud Krüger strahlt: Sie ist die Königin der Kreiskönige.

Teilnahmeberechtigt ist jeder, der Kreiskönig, Kreiskönigin oder Kreisjungschützenkönig wurde und der noch Mitglied des Verbands ist. Das Schießen um den König der Kreiskönige fand zum fünften Mal statt. „Es wurde vom damaligen Kreisvorsitzenden Werner Tovornik 1993 ins Leben gerufen, findet alle fünf Jahre statt, und seit dem dritten Wettbewerb 2003 dürfen auch die Kreisköniginnen und die Kreisjungschützenkönige mitmachen“, führte Heine aus. Davor war es nur den Kreiskönigen vorbehalten. Amtsältester Teilnehmer war dieses Mal Otto Hallmann von der Schützengesellschaft Wittingen. Der 76-Jährige, der 1972 die Kreiskönigswürde errang, nahm bereits zum vierten Mal teil, erreichte diesmal den 35. Platz. „Beim letzten Mal vor fünf Jahren war ich Dritter“, erinnerte er sich.

Außer ihm vertrat nur noch Ernst Schulze vom Schützenverein Repke-Dedelstorf die Kreismajestäten aus den 1970er Jahren. Schulze war 1979 Kreiskönig geworden.

Besonders stolz war auch Uwe Schmidt, Schützenchef aus Steinhorst. „Wir hatten drei Teilnehmer, und die sind alle unter die ersten Zehn gekommen“, freute er sich. Außer dem ersten und dritten Platz für Krüger und Hahn belegte man mit Dorothea Lutz, Kreiskönigin von 2006, den neunten Platz. Sie erreichte einen 274-Teiler. Rosemarie Lutz vom Schützenverein Lüsche-Räderloh hatte sogar eine doppelte Berechtigung für die Teilnahme. Sie holte sich in den Jahren 2000 und 2008 die Kreisköniginwürde und kam auf Platz 19.

Die meisten Teilnehmer in dem 44er Feld stellte der Schützenverein Schönewörde. Er trat mit fünf Majestäten an. Der aktuelle Kreiskönig, Bernhard Schulze von der Schützengesellschaft Schneflingen-Teschendorf-Küstorf, kam mit einem 268-Teiler auf Rang 7. Die derzeitige Kreiskönigin und der Kreisjungschützenkönig, Christa Schulze und Sascha Ulbrich, beide vom Schützenverein Ehra, holten sich die Plätze 16 und 41.

Der Wettbewerb fand diesmal in Vorhop statt, weil der letzte Titelträger aus dem Ort kam, erklärte Heine. Die Vorhoper Schützen, die am Sonnabend zwei Teilnehmer stellten, verfehlten nur knapp das Treppchen. Rudolf Büttner, Kreiskönig von 1985, schoss einen 175-Teiler und kam auf Platz vier.

Von Burkhard Ohse

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