Sommerzeit ist Ferienzeit: Polizei gibt Tipps zur richtigen Sicherung der eigenen vier Wände

Einbrecher machen keinen Urlaub

Langfinger nutzen die Abwesenheit von urlaubenden Bewohnern nur allzu gern, um deren Heime zu plündern – damit es nach den schönsten Wochen des Jahres kein böses Erwachen gibt, rät die Polizei zu einigen Sicherungsmaßnahmen. Foto: dpa

ib/bs Landkreis Gifhorn. Für viele sind die Sommerferien die schönste Zeit des Jahres. Doch schnell kann bei der Rückkehr aus dem wohlverdienten Urlaub das böse Erwachen kommen – denn häufig nutzen Diebe die Gelegenheit, die leerstehenden Häuser und Wohnungen ihrer urlaubenden Bewohner zu plündern.

Die Polizei rät deshalb, sich auch während der Abwesenheit vor kriminellen Machenschaften zu schützen – so gut es eben geht.

• Wenn Sie verreisen, vermeiden Sie in Ihrem Haus oder in der Wohnung alle Hinweise auf Ihre Abwesenheit: Ihr ungeleerter Briefkasten, ständig heruntergelassene Rollläden, zugezogene Vorhänge oder entsprechende Mitteilung auf dem Anrufbeantworter sind für ausspähende Einbrecher sichere Zeichen; auch der ungemähte Rasen im Garten könnte signalisieren: Hier ist niemand zu Hause.

Zu erhöhter Vorsicht rät Thomas Reuter, Pressesprecher der Polizeiinspektion Gifhorn, auch im Umgang mit sozialen Netzwerken wie Facebook. „Dort gibt es leider häufig Einträge, dass Bürger gerade im Urlaub sind und erst in zwei Wochen zurückkehren“, sagt Reuter. „Das sollte man unbedingt unterlassen, um nicht Begehrlichkeiten bei Einbrechern zu wecken“, rät er. Denn es gebe Täter, die gezielt in sozialen Netzwerken stöbern, um herauszufinden, welche Häuser oder Wohnungen gerade verwaist seien, um dann dort einzubrechen.

• Lassen Sie Ihr Heim durch Freunde, Verwandte, Nachbarn oder „Haushüter“- Unternehmen bewohnen (oder bewohnt erscheinen), die Ihren Briefkasten leeren sowie Rollläden, Vorhänge, Beleuchtung, Radio und Fernseher zu unregelmäßigen Zeiten betätigen.

• Informieren Sie Nachbarn über die Funktion Ihrer Alarmanlage und auch darüber, dass Sie Ihre Beleuchtung, Ihr Radio oder ähnliche Einrichtungen über Schaltautomaten steuern.

• Ziehen Sie Türen nicht nur ins Schloss, sondern schließen Sie diese immer zweifach ab. Verschließen Sie Fenster, Balkon- und Terrassentüren. Lassen Sie Fenster nicht gekippt.

• Schließen Sie Leitern, Gartenmöbel und Gegenstände, die sich als Aufstiegshilfen eignen, weg oder sichern Sie diese, zum Beispiel mit einer Kette. Schalten Sie Außensteckdosen ab.

Auch im Urlaub sollte man stets auf der Hut sein – denn häufig nutzen Diebe die entspannte Atmosphäre am Urlaubsort aus und greifen zu. Dabei treten sie entweder als spezialisierte Einzeltäter oder als in Gruppen organisierte Täter auf.

Unterwegs sollte man deshalb auf folgendes achten:

• Beim Parken immer den Zündschlüssel abziehen und das Lenkradschloss hörbar einrasten lassen, auch wenn der Wagen nur kurz abgestellt wird.

• Auch bei kurzer Abwesenheit immer Autofenster, -türen, Schiebedach und Tankdeckel verschließen – den Kofferraum am besten separat und nicht nur über die Zentralverriegelung. Keine Wertsachen im Auto lassen, auch nicht „versteckt“ oder im Kofferraum. Öffnen Sie das (leere) Handschuhfach, um zu zeigen, dass nichts zu holen ist.

• Tragen Sie zum Schutz vor Taschendieben Geld, Schecks, Kreditkarten und Papiere auf verschlossene Innentaschen der Kleidung verteilt.

• Wer überfallen wird, sollte die Täter nie provozieren, sondern im Ernstfall lieber Wertsachen oder sein Fahrzeug herausgeben.

Auch am Urlaubsort sollte man im Hotel, im Restaurant, in Läden und überall, wo Gedränge herrscht, mit Taschendieben rechnen. Dort entreißen Handtaschenräuber ihre Beute besonders oft vom fahrenden Moped oder Motorrad aus. Eintrittskarten, Geldwechsel, echte Antiquitäten und besonders billige Markenwaren von „fliegenden“ oder „Flüsterhändlern“ sind immer riskant. Als Tourist wird man oft betrogen: Fahrscheine, Geld oder Eintrittskarten könnten ungültig sein, „Antiquitäten“ sind oft billige Imitationen und „Markenerzeugnisse“ falsche Blenderware.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare