Kultureller Auftakt für 2013: Wendland-Sinfonie-Orchester begeistert bei Neujahrskonzert in Wittingen

„Ein Geschenk an das Publikum“

Jorin Jorden beeindruckte als Solo-Cellist in der Wittinger Stadthalle.

Wittingen. Auf das Wetter kann man sich nicht verlassen, auf die Kulturvereine Wittingen und Hankensbüttel schon.

Knapp zehn Grad Temperatur im Winter, daran lässt sich der Jahresbeginn nicht erkennen, wohl aber am Neujahrskonzert, das seit mehr als 20 Jahren die Besucher begeistert. Das wird jedes Jahr durch das Wendland-Sinfonie-Orchester inszeniert, so auch am Samstagabend in der Wittinger Stadthalle.

Doch wechselnde Besetzungen und immer wieder neue Darbietungen bringen eine erfrischende Abwechslung bei gleichbleibend hoher musikalischer Qualität. In der Stadthalle kamen Wolfgang Amadeus Mozart, Edward Elgar und Gustav Mahler zu Gehör – und das mit einer großen Beteiligung. Mehr als 80 Musiker unter der Leitung von Felix Bender mussten auf der Bühne der Stadthalle zusammenrücken.

„Damit sind wir hier an der Kapazitätsgrenze angekommen“, bemerkte Ursula Brüns, Vorsitzende des Wittinger Kulturvereins. Zur Begrüßung wünschte sie ein „frohes, friedvolles neues Jahr“, bevor der kulturelle Auftakt als „ein Geschenk an das Publikum“ präsentiert wurde.

Der erste Teil wurde vom Solo-Cellisten Jorin Jorden dominiert, der das Cellokonzert in e-Moll, Opus 85 von Elgar interpretierte. Dafür und für die Gesamtleistung des Orchesters gab es den ersten donnernden Applaus des Abends, der eine Zugabe provozierte. Jorden erfüllte die Bitte.

Zeit für gegenseitige Neujahrswünsche bekam das Publikum in der Pause. Deren Ende wiederum wurde mit Trompetenklängen angezeigt, mit einem kurzen Vorgeschmack auf Mahlers Sinfonie Nr. 1 in D-Dur, die – ähnlich dem Halali der Jäger – das Ende, diesmal einer Pause, ankündigten. Sanft mit Mahlers Sinfonie entführten Dirigent Felix Bender und das Orchester das Publikum in die zweite Hälfte, die mit einem Sonnenaufgang und allerlei Naturlauten begann und im vierten Satz in einem großen Finale endete.

„Wir treffen uns zweimal im Jahr projektbezogen: einmal zu Pfingsten und einmal zum Jahresende“, erklärte Karin Brehm, Vorsitzende des gemeinnützigen Vereins, als der das Wendland-Sinfonie-Orchester organisiert ist. Mit acht Tagen Übung in Klausur über den Jahreswechsel bereiten sich die Musiker auf das Neujahrskonzert vor, das vor dem Auftritt in Wittingen schon in Bad Bevensen und dieses Jahr erstmals bei einer Generalprobe in Ebstorf präsentiert wurde.

Die Musiker – talentierter Nachwuchs und erfahrende Amateurmusiker – werden für diese beiden Projekte aus ganz Deutschland hinzugezogen, sagte Karin Brehm. Auch aus dem Isenhagener Land war mit Hilmar Kielblock, gebürtig in Hankensbüttel, jetzt in Heidelberg, jemand dabei.

Von Burkhard Ohse

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare