Eigenleistung ist Trumpf

Viel Arbeit, viel zu besprechen: Baubesichtigung in Bokel. Das Feuerwehrgerätehaus wird neu gebaut.

Bokel - Von Marc Lücke. Große Fortschritte macht der Neubau des Feuerwehrgerätehauses Bokel. Zu einer Baubesichtigung trafen sich am Sonnabend Bokels Ortsbrandmeister Heinz-Jürgen Müller, Gemeindebrandmeister Percy Pfeiff und Samtgemeindebürgermeister Andreas Taebel mit dem ausführenden Architekten Joachim Grahn. Das neue Gerätehaus wird der Wehr als Fahrzeughalle für TSF und MTF sowie als Büro dienen.

Nach der Fertigstellung des Rohbaus, der im April 2010 begonnen wurde, wird derzeit in Eigenleistung der Bokeler Feuerwehrleute ein neuer Abwasserschacht gesetzt. Der alte Schacht wird abgebunden. Das benachbarte Schützenhaus wird weiterhin als Schulungsraum genutzt werden. Noch in dieser Woche soll der Neubau mittels einer Teilüberdachung mit dem Schützenhaus verbunden werden. In diesem befinden sich auch die Toiletten. Auch ein größeres Fahrzeug als die derzeitigen hätte im neuen Gerätehaus Platz. „Wir bekommen hier etwas Gutes zu einem günstigen Preis“ verweist Samtgemeindebürgermeister Andreas Taebel auf die Baukosten von 200 000 Euro für das Projekt, das politisch nicht unumstritten war.

Taebel spricht aber auch von einem „bescheidenen reinen Zweckbau“ der nur das Nötigste an Ausstattung bietet. Laut Architekt Grahn gingen die Aufträge alle an heimische Firmen, die mit ihren Angeboten allesamt sehr günstig blieben. Dies zeuge von großer Verbundenheit der Firmen mit der Ortswehr, so Taebel. So blieb zum Beispiel die Firma, die den Abwasseranschluss installiert unter 50 Prozent des zweitplatzierten Angebots. Taebel lobte auch die gute Zusammenarbeit von Feuerwehr und Schützenverein im Heideort.

Ein Großteil der Arbeiten wird ohnehin in Eigenleistung verrichtet: Neben den Erdarbeiten übernehmen die Bokeler Brandschützer unter Leitung von Ortsbrandmeister Heinz-Jürgen Müller auch die Malerarbeiten innen, die Elektroinstallation und die Pflasterarbeiten innen und außen. Im Außenbereich gilt es 500 Quadratmeter zu pflastern. Ferner werden auch die Trockenbauarbeiten zur Dämmung der Decke selbst erledigt. Bei den 15 Arbeitsstunden, die jedes Wehrmitglied zu leisten hat, wird es vermutlich nicht bleiben.

Das Gebäude wird mit einer Gasstrahlungsheizung beheizt werden, die Raumtemperatur wird bei 15 Grad liegen. Die Planung der Zuwegung liegt bei der Gemeinde Sprakensehl, die diese in Zusammenarbeit mit dem Planungsbüro Warnecke aus Braunschweig im Rahmen der Dorferneuerung umsetzen will. Die Mittel sind beantragt. Der Dank der Anwesenden ging auch an alle am Ausschreibungsverfahren beteiligten Firmen, die diesmal nicht zum Zuge gekommen sind. Das Bauprojekt liegt im Zeitplan, bei widriger Witterung kann es in den nächsten Wochen im Innenbereich weitergehen.

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