Wittingen: Geänderte Stoßrichtung der Politik bei Entlastungsstraße

Eher eine Ostumgehung

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Die Gedankenspiele der Wittinger Politik gehen derzeit dahin, eine südöstliche Umfahrung an die A 39-Auffahrt bei Eutzen anzuschließen. Von konkreten Planungen ist man aber noch weit entfernt.

Wittingen. Eine Umgehungsstraße für Wittingen? Eine Trasse am Südrand des Ortes soll als mögliches Zukunftsprojekt auch im neuen Regionalen Raumordnungsprogramm stehen (das IK berichtete) – das wirft in Reihen der Bürgerschaft Fragen auf.

In der Sitzung des Stadtrates kam dabei am Donnerstagabend heraus, dass inzwischen eigentlich nicht mehr über eine Südumgehung nachgedacht wird, sondern eher über eine entlastende Verbindung im Osten von Wittingen.

Der Bürger Wolf-Ingo Bellin wollte von Politik und Verwaltung wissen, ob tatsächlich eine Trasse geplant sei, die dicht an den Wohngebieten im Süden verlaufen würde. Solch eine Streckenführung war 2008 im Raumordnungsprogramm abgebildet worden. Bellin, der selbst am Südrand der Stadt wohnt, verwies auf die Hausbesitzer, die sich im Baugebiet Steinhaufenacker angesiedelt haben oder künftig neue Bauplätze an der Kakerbecker Straße kaufen sollen – diese würden mit einer eng am Stadtrand verlaufenden Südumgehung „belogen und betrogen“.

Der Ratsvorsitzende Walter Schulze (CDU) entgegnete, dass es sich bei der bisherigen Trasse im RROP eher um eine schematische Darstellung handele, und dass Details erst noch zu planen seien. Und: Momentan denke man eher über eine Umfahrung nach, die von der A 39-Anschlussstelle bei Eutzen über die B 244 (in Bromer Richtung) bis hin zur Landesstraße nach Waddekath und vielleicht auch weiter bis zur L 270 nach Stöcken reicht. „Eigentlich müssten wir es Ostumgehung nennen“, sagte Schulze.

Eine Süd-Komponente bleibt freilich. Und die A 39 zwischen den beiden Auffahrten Mannhagen und Eutzen wäre in diesem Szenario der südwestliche Teil einer größeren Umgehungsstraße. Ortsbürgermeister Matthias Rönneberg betonte, dass man die Interessen der Bürger in den Baugebieten bei den Überlegungen für eine Umfahrung im Blick haben werde: „Wir wollen Wittingen ja nicht schaden.“

Von Holger Boden

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