Baustellensommer: In Wittingen kommt der Bahnübergang an die Reihe

Drei Tage Vollsperrung

Hier geht am Wochenende nichts mehr: Der Wittinger Bahnübergang wird für Schienen-Bauarbeiten gesperrt. Foto: Boden

Wittingen/Hankensbüttel. Das Wochenende wird heiß – und das gilt in Wittingen in besonderem Maße auch für den Baustellensommer 2013, der sozusagen seinem Höhepunkt entgegenstrebt.

Nachdem die Bundesstraße seit dem Wochenende ihre frische Asphaltdecke hat, kommt es nun ab Freitag zur von der Deutschen Bahn angekündigten Vollsperrung des Bahnübergangs im Zuge von Bahnhofstraße und Celler Straße.

Von Freitagabend bis Montagmittag wird aus dem Nadelöhr eine Barriere zwischen dem Wittinger Westen und dem Rest der Stadt. Freilich gilt schon seit Wochen eine Sperrung der B 244 in diesem Abschnitt – doch anders als bisher wird sich das am Wochenende selbst durch Anlieger nicht mehr ignorieren lassen. Wer dann nach Glüsingen, Darrigsdorf oder ins Gewerbegebiet an der Celler Straße will, muss die Umleitung über Stöcken oder wahlweise sogar über Knesebeck in Kauf nehmen.

Nach dem Wochenende sollte dann das Gröbste überstanden sein. Allerdings bleibt die B 244 nach Hankensbüttel voraussichtlich noch bis 7. August offiziell gesperrt. „Das ist zurzeit unser Planungsstand“, sagte Carina Eberwein von der Wolfenbütteler Straßenbaubehörde gestern auf IK-Anfrage. Anliegerverkehr ist möglich, der Verkehr zum Hafen wird derzeit über Hankensbüttel geleitet.

Die Behörde hat auch kein großes Interesse daran, dass der überörtliche Verkehr schon viel früher wieder über die B 244 rollt. Denn Anfang nächster Woche beginnen laut Eberwein die Arbeiten am Kreisel an der Hindenburgstraße in Hankensbüttel. Die Johannsenstraße soll dafür gesperrt werden, der Verkehr wird halbseitig per Ampel durch den Engpass geschleust. Zusätzliche Verkehrsbelastung kann man da nicht gebrauchen.

Auch für Hankensbüttel war der 7. August mal als Baustellen-Ende avisiert worden. Für die Uelzener Straße werde der Termin allerdings nicht zu halten sein, sagt Eberwein. Wegen des problematischen Unterbaus der Straße (das IK berichtete) werde sich die Arbeit länger hinziehen als geplant, ein konkretes Zeitfenster gebe es noch nicht.

Das gilt derzeit auch noch für die L 286 in Wittingen. Denn der Brauereistadt werden die Baustellen nicht so schnell ausgehen – die Knesebecker Straße ist im Spätsommer oder Frühherbst auch noch an der Reihe. „Zwischen August und Oktober“ lautet derzeit die Formulierung der Landesbehörde auf die Frage nach der Bauausführung.

Vorgesehen ist für die Knesebecker Straße eine halbseitige Sperrung mit Ampelregelung. Wenn der neue Asphalt aufgebracht wird, wird es vorübergehend auch mal zu einer Vollsperrung kommen.

An dem Projekt ist auch die Stadt Wittingen beteiligt, die ihre Nebenanlagen (Gehwege, Parkstreifen) erneuert. Laut Stadtbürgermeister Karl Ridder entfallen von den 681 000 Euro Gesamtkosten knapp 380 000 auf die Stadt. Das ist etwas weniger als geplant: Im Haushalt stehen 410 000 Euro.

Von Holger Boden

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