Zuwachs im Wittinger Hafen: Die deutsche Asphalt GmbH, ein Tochterunternehmen der Strabag, hat gestern offiziell ihre neue Asphaltmischanlage am B ...

Drei Mann, 80 000 Tonnen

Vor dem neuen Mischwerk (v.l.): Ferdinand Kiekenap (Bereichsleiter Deutsche Asphalt GmbH), Niederlassungsleiter Sascha Kreft, Geschäftsführer Karsten Richter, Stadtbürgermeister Karl Ridder und Bernd Mühlnickel von der Wolfenbütteler Straßenbauverwaltung. Fotos: Boden

Wittingen. Zuwachs im Wittinger Hafen: Die deutsche Asphalt GmbH, ein Tochterunternehmen der Strabag, hat gestern offiziell ihre neue Asphaltmischanlage am Buchweizenkamp eingeweiht. Für Probeläufe war die Anlage bereits im Juni erstmals in Betrieb genommen worden.

Mit der neuen Produktionsstätte auf dem 30 000 Quadratmeter großen Areal im Hafengebiet sei die direkte Schaffung von fünf Arbeitsplätzen verbunden, sagte Geschäftsführer Karsten Richter gestern vor etwa 60 Gästen bei der Einweihungsfeier. Zwei davon arbeiten in Braunschweig, wo unter anderem die Vermarktung der Asphaltprodukte abgewickelt wird.

Lastwagen transportieren bereits Asphaltmischgut ab.

Die anderen drei haben ihren Arbeitsplatz im Wittinger Hafen – mehr Personal wird heutzutage nicht gebraucht, um pro Jahr 80 000 Tonnen Asphaltmischgut herzustellen. Das ist laut Richter die mittelfristige Zielgröße. Zunächst liege das Produktionsvolumen bei etwa 50 000 Tonnen, in Spitzenzeiten könne auch die 100 000-Tonnen-Marke geknackt werden. Zum Beispiel dann, wenn die A 39 gebaut wird, deren Trasse in Sichtweite der neuen Betriebsstätte verlaufen wird. „Wir schauen gespannt auf den Fortschritt bei der Planung für die Autobahn“, sagte Richter, betonte aber gleichzeitig, dass das Großprojekt nicht der einzige Grund für die Ansiedlung gewesen sei: „Wir sehen hier nachhaltigen Bedarf.“

So plant die Deutsche Asphalt GmbH nach Angaben ihres Geschäftsführers mit einer Nutzungsdauer von etwa 30 Jahren. Etwa 4 Millionen Euro sind in das Mischwerk investiert worden, dessen Leistung mit 240 Tonnen pro Stunden angegeben wird. Das Unternehmen will mit dem Standort seine Marktposition im östlichen Niedersachsen und in Sachsen-Anhalt stärken.

Die Anlage ist ein 15 Jahre altes, generalüberholtes Exemplar, das vorher in Nürnberg im Einsatz war. Richter zufolge wurde mit modernen Filteranlagen auf größtmögliche Emissionsvermeidung wert gelegt. Bundesweit produziert die Strabag in 40 Mischanlagen rund 3 Millionen Tonnen Asphalt pro Jahr.

Aus Wittingen können Baustellen in einem Radius von etwa 50 Kilometern beliefert werden. Mehr geht nicht – das Produkt muss noch heiß sein, wenn es am Bestimmungsort „verbaut“ wird. Zu den bisherigen Auftraggebern seines Unternehmens gehört laut Richter unter anderem schon die VW-Versuchsstrecke bei Ehra.

An- und Auslieferung erfolgen derzeit ausschließlich über die Straße. Richter sagte, man arbeite daran, mittelfristig auch Schiene und Wasserweg zu nutzen. Dem Vernehmen nach soll das Mischwerk einen eigenen Bahnanschluss bekommen.

Stadtbürgermeister Karl Ridder begrüßte in seinem Grußwort, dass „Bewegung“ ins Hafengebiet komme und betonte, dass die Planung zügig abgewickelt wurde: „Die Deutsche Asphalt GmbH und die Stadt Wittingen haben sich als verlässliche Partner erwiesen.“

Von Holger Boden

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