Drei gehen, zwei kommen

Ernennungen und Entlassungen bei der Feuerwehr (v. l.): Karl Ridder, Thorsten Winkelmann, Frank Kastenhuber, Klaus Heider, Heinrich Niebuhr, Christian Dobberstein, Hartmut Schulze, Heinrich Kruse.

Wittingen - Von Benjamin Post. Urkunden sind immer etwas Besonderes. Eine große Leistung wird auszeichnet. Oder ein Anfang eingeläutet. Drei Feuerwehrleute der Stadt Wittingen haben am Montag im Wittinger Rathaus die Entlassungsurkunde als Ehrenbeamte der Freiwilligen Feuerwehr erhalten, zwei Kameraden wurde zum 1. Oktober für eine Führungsposition ernannt.

Zwei der fünf Feuerwehrmänner schauten traurig drein bei der Auszeichnung durch Stadt-Bürgermeister Karl Ridder. Die Entlassung von Ortsbrandmeister Christian Dobberstein und seinem Stellvertreter Heinrich Niebuhr geht einher mit der Auflösung der Stöckener Wehr zum 1. Oktober. Damit gibt es fortan noch 16 verbleibende Wittinger Ortsfeuerwehren. „Ich bedaure das“, sagt Ridder, der den beiden Brandschützern die Entlassungsurkunde überreichte. „Es tut mir wirklich leid“, fügte der Vorsitzende des Feuerschutzausschusses der Stadt, Hartmut Schulze, hinzu. Stadtbrandmeister Heinrich Kruse richtete sich an die beiden Führungsköpfe , die versuchten die Wehr am Leben zu halten. „Mein Respekt gilt euch beiden“, so Kruse ob des nicht einfachen Entschlusses der beiden, eine Auflösung mangels Resonanz zu beantragen – die der Stadtrat letztlich beschlossen hatte.

Dobberstein leistete seit 1994 ehrenamtliche Arbeit, Niebuhr ist seit 1976 Mitglied der Feuerwehr. Ehrenamtliches Engagement, das heutzutage „keine Selbstverständlichkeit mehr“ ist, wie der Bürgermeister betonte. „Leider“, merkte Ridder an. Der demografische Wandel macht den Feuerwehren zu schaffen, Nachwuchssorgen sind zu beklagen. „Gerade hier bei uns im flachen, ländlichem Raum“, stellte der Stadt-Chef fest. Zentrale Aufgabe sei es, für die kommenden Jahre Lösungen zu finden. „Feuerwehren sind keine One-Man-Show. Gerade im Kommandobereich“, appellierte er an die Gemeinschaft bei den Wehren.

Bei den Personalproblemen sind Ernennungen zum Ehrenbeamten ein freudiges Ereignis. Ridder durfte, nachdem die Kameraden den Amtseid ablegten, drei Einsatzkräfte auf eine Führungsposition berufen. Thorsten Winkelmann wird neuer Ortsbrandmeister in Boitzenhagen. Winkelmann ist seit neun Jahren für die Brandschützer des Ortes im Einsatz.

Für die Radenbecker Wehr wurde Frank Kastenhuber zum stellvertretenden Ortsbrandmeister ernannt, Kastenhuber ist seit 1980 Mitglied der Wehr. Er löst Klaus Heider, 35 Jahre bei der Freiwilligen Feuerwehr, ab, der aus dem Ehrenbeamtenverhältnis entlassen wurde.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare