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Wittinger Draisinen könnten im Sommer durchstarten

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Von: Holger Boden

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Harry Schmidt (v.l.), Karl-Heinz Adam und Ilse Richter sitzen vor dem Container am Südbahnhof auf einer Draisine.
Harry Schmidt (v.l.), Karl-Heinz Adam und Ilse Richter gehören zu den treibenden Kräften bei den Wittinger Draisinenfreunden. © Boden, Holger

Die neue Errungenschaft der Wittinger Draisinenfreunde ist nicht zu übersehen: Am ehemaligen Südbahnhof steht jetzt ein Container, der als Garage für die Draisinen dienen soll.

Wittingen – „Und wir können uns da auch mal unterstellen oder reinsetzen“, ergänzt Karl-Heinz Adam, Vorsitzender des noch jungen Vereins.

Doch signalisiert der Container nun auch, dass es mit den Fahrten auf den Schienen bald losgeht? Einen offiziellen Starttermin gibt es bislang noch nicht. „Wir gehen davon aus, dass wir in den Sommerferien loslegen können“, sagt Ilse Richter, Mitstreiterin bei den Draisinenfreunden.

Was nicht heißt, dass bis dahin gar keine Fahrten stattfinden können. Wer Interesse hat, der kann sich schon jetzt bei Adam unter (05831) 8185 melden, um einen Termin abzusprechen. Aber noch läuft das Angebot eben auf kleinerer Flamme.

Das liegt auch daran, dass zunächst noch ein paar technische Probleme zu lösen sind. Drei Draisinen stehen zur Verfügung, und von vier weiteren hat Adam, der die Gefährte selbst baut, den Rahmen fertig. Allerdings musste er nun feststellen: Die benötigten Tretlager sind nicht mehr zu bekommen, auch nicht im Internet. „Jetzt müssen wir uns dafür was Neues einfallen lassen“, sagt der Tüftler. Dass das gelingen werde, da sei er zuversichtlich.

Adam freut sich auch über reichlich Unterstützung von außen. So sei schon Hilfe von verschiedenen Firmen gekommen. Die gepflasterte Fläche, auf der der Container steht, ist von den Schülern der IGS hergerichtet worden, die im Rahmen einer Kooperation mit dem Verein einmal pro Woche zum Südbahnhof kommen (das IK berichtete).

Eine Thematik, die der Verein noch klären will, ist die Einrichtung einer Toilette für Fahrgäste und Mitglieder. Adam und seine Vereinsfreunde haben da eine Vision vor Augen: Man könne womöglich an einen U-Bahn-Waggon herankommen, der – am Südbahnhof aufgestellt – als Museum wie auch als kleine Gastronomie mit WC dienen könnte. Im musealen Teil, so schwebt es Adam vor, könne man die Wittinger Eisenbahngeschichte präsentieren. Schließlich habe die einstige Kleinbahn Celle-Wittingen eine wichtige Rolle bei der Entstehung der OHE gespielt.

Das ist freilich noch Zukunftsmusik, doch Adam wie auch Richter sind davon überzeugt, dass Wittingen noch weitere Argumente gut tun, mit denen sich Touristen anlocken lassen. Harry Schmidt, ebenfalls Vereinsmitglied, ist als Großvater und Urgroßvater überzeugt, dass die Draisinenfreunde für Familien ein attraktives Angebot machen können.

Formell ist das Projekt auf der Zielgeraden: Die Wittinger Politik hat dem Pachtvertrag für die Strecke zugestimmt, und zum Betreiberkonzept der Draisinenfreunde hatte der Wittinger Kulturausschuss in seiner jüngsten Sitzung keine Fragen mehr.

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