Wittinger Kreyenberg-Stiftung: Fachbüros beginnen Planungsprozess

Döpkens führt Kuratorium

Gerhard Döpkens (von rechts), Ursula Brüns, Friedrich O. Winkelmann, Dr. Alfred Stein, Karl Ridder und die beiden Vorstandsmitglieder Walter Müller und Horst-Helmut Müller. Foto: Boden

Wittingen. Die Haus-Kreyenberg-Stiftung tritt in die Planungsphase ein. Zwei Fachbüros sollen sich zeitnah unter anderem mit dem Ist-Zustand des historischen Gebäudes auseinandersetzen – Grundlage für die Überlegungen für ein Nutzungskonzept.

Dieses wird von Vorstand und Kuratorium der Stiftung entwickelt – und letzteres hat seit Montagabend einen Vorsitzenden: Die Mitglieder des Kuratoriums wählten bei einer Sitzung in den Räumen der Wittinger Sparkassen-Geschäftsstelle den Vorstandsvorsitzenden der Sparkasse Gifhorn-Wolfsburg, Gerhard Döpkens, zu ihrem Vorsitzenden. Sein Stellvertreter ist der Wittinger Jurist Friedrich O. Winkelmann, Vorsitzender des Freundeskreises Haus Kreyenberg.

Die Stiftung, die am 24. Juli von der Regierungsvertretung Braunschweig anerkannt wurde, ist damit handlungsfähig. Ihre Gründer sind die Sparkasse, der Freundeskreis, die Stadt Wittingen sowie der Kulturverein und der Heimatverein. Im Kuratorium sitzen neben Döpkens und Winkelmann auch Stadtbürgermeister Karl Ridder sowie die beiden Vereinsvorsitzenden Ursula Brüns und Dr. Alfred Stein.

Die Sparkasse habe ein großes Interesse, das Haus Kreyenberg „in einen Glanz zurückzuführen“, sagte Döpkens. Die Wurzeln des Kreditinstitutes befänden sich auch in Wittingen, daher sei er sehr interessiert an dem Engagement für das historische Objekt. Die Innenstadt werde durch das Vorhaben an Attraktivität gewinnen. Ein Abriss, wie er mitunter schon postuliert wurden, sei „nicht zu verantworten“.

Im Kuratorium zeigt man sich optimistisch, dass das große Projekt der Kreyenberg-Sanierung und -Nachnutzung gelingt. Die Hoffnung ruht auf Geldern von EU, Bund, Land und aus anderen Töpfen. Laut Döpkens sind „nennenswerte Summen“ bereits zugesagt. Gleichzeitig sei es wichtig, auch ein glaubwürdiges Engagement vor Ort zu demonstrieren – dazu rufe die Stiftung Bürger und Unternehmen aus Wittingen und Umgebung auf.

Die Stadt Wittingen hat sich bislang mit 4000 Euro an der Stiftung beteiligt, damit aber keine Zusage über weiteres finanzielles Engagement verknüpft. Im Kuratorium rechnet man allerdings damit, dass die Stadt später weitere Beiträge leistet.

Döpkens bezeichnete es als „gesetzt“, dass ein Teil der Nutzfläche des sanierten Gebäudes der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt werde. Daneben sollen weitere Nutzer über ihre Mietzahlung für nachhaltige Einnahmen sorgen.

Einen Zeithorizont für Sanierung und Beginn der Nachnutzung gibt es für die Stiftung noch nicht – Aussagen dazu seien erst möglich, wenn die Fachbüros ihre Arbeit gemacht haben, hieß es. Winkelmann als Chef des erst heute vor einem Jahr gegründeten Freundeskreises bewertete den Stand der Dinge nach der Stiftungsgründung so: „Das ist mehr, als man erwarten konnte. Aber es bleibt noch viel, viel zu tun.“

Von Holger Boden

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