Positionierung an alter Stelle wieder denkbar

Knesebecker Ortsrat: Wohin mit der neuen barrierefreien Bushaltestelle?

Die Haltestelle an der Schule in Knesebeck bleibt scheinbar erhalten, Beschlüsse dazu gibt es aber noch nicht.
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Die Haltestelle an der Schule in Knesebeck bleibt scheinbar erhalten, Beschlüsse dazu gibt es aber noch nicht.
  • Holger Boden
    vonHolger Boden
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Das Entscheidungs-Ping-Pong geht noch ein bisschen weiter: Nun soll sich der Knesebecker Ortsrat noch einmal zu der Frage positionieren, wo er denn gern die neue barrierefreie Bushaltestelle hätte. Vielleicht sogar an alter Stelle, vor der Tankstelle?

Knesebeck – Das ist offenbar wieder eine Option, wie am Montagabend (15. März) im Wirtschaftsausschuss zu hören war. Bisher hieß es stets, dort reiche der Platz nicht, doch inzwischen gibt es dazu eine neue Sachlage: Es könnte doch passen.

„Das ist eine neue Situation“, meinte Jörg Bialas (SPD), und die Frage sei, wie die Politik damit umgehen solle. Denn gleichzeitig stelle sich ja noch die Frage, wo die Umsteige-Verkehre hingehören.

Immerhin: Mittlerweile gibt es offensichtlich den Konsens, dass die Haltestelle an der Grundschule erhalten bleiben soll. Bialas sagte, das habe er „fraktionsübergreifend“ so wahrgenommen. Damit wäre der Wunsch der Schule und der Eltern erfüllt. Schulleiterin Annett Rietz verlieh dieser Haltung gegenüber dem Ausschuss noch einmal Nachdruck: „Der Erhalt der Haltestelle ist ganz wichtig, dabei bleiben wir.“

Abseits davon wird die Diskussion immer unübersichtlicher. Es geht um barrierefreies Zusteigen in der Ortsmitte, es geht um Endhaltepunkte und Umstiege, und neben mehreren zentral gelegenen Standorten ist auch der Bahnhof berührt. Von fünf verschiedenen Seiten liegen Anträge vor, und zwei Arbeitskreissitzungen haben keine Annäherung an eine Lösung gebracht. Das gilt wohl auch für das Vorgespräch, das am Donnerstag letzter Woche von einigen Beteiligten geführt wurde.

Zumindest eilt es offenkundig nicht: Die Stadt Wittingen kann laut Sabrina Puskeiler, Abteilungsleiterin für Stadtentwicklung, dieses Jahr ohnehin keinen Förderantrag mehr für den barrierefreien Ausbau stellen, also reicht nun ein Beschluss bis zum Herbst.

Für die Schulhaltestelle – und damit für die Kirchstraße – geht es derweil noch um die Frage von Entlastung und Entzerrung. Von Bürgervertreter Frank Groß kommt der Vorschlag, dort eine reine Haltestelle einzurichten, an der die Busse nicht für längere Zeit stehen, dazu eine neue Haltestelle in der Mittelstraße zu planen und die Endhaltestelle mit Umstieg und wartenden Bussen am Bahnhof vorzusehen. Bürgervertreter Jörg Friedrichs hingegen konnte nicht viel Sinn in der Einbeziehung der Mittelstraße erkennen.

Die BA bringt neben der Mittelstraße auch die Lindenstraße ins Spiel, die FWG ist für Umstiege am Bahnhof und die Einbeziehung der „Kinderfreundlichen Kommune“, und Ortsbürgermeister Heinz-Ulrich Kabrodt (SPD) möchte die Empfehlung des Ortsrats vom November 2019 (Mittelstraße, Ecke Lindenstraße) umgesetzt sehen. Am Ende gab es im Wirtschaftsausschuss eine Mehrheit dafür, das Thema wegen der neuen Voraussetzungen an den Ortsrat zurückzugeben. Der Antrag von Dr. Thomas Weiland (FWG), stattdessen lieber den Arbeitskreis damit zu beauftragen, fand mehrheitlich keine Zustimmung.

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