Heimatverein macht Archiv mit neuem Scanner zukunftssicher / E-Paper des IK erleichtert Arbeit

Das digitale Gedächtnis Wittingens

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Benedikt Niebuhr (2.v.l.) vom Autohaus Heisig und Markus Creydt (l.) von der Volksbank Wittingen-Klötze überreichten dem Heimatverein Wittingen Spenden.

Wittingen. Wittingens Gedächtnis wird digital: Im Junkerhof werden nun nach und nach die gesammelten alten Ausgaben des Isenhagener Kreisblattes eingescannt.

Eine unfangreiche Aufgabe, reichen die Ausgaben doch zum Teil bis 1892 zurück. „Wir haben hier über 600 000 Zeitungsseiten in rund 400 Bänden archiviert“, erklärt Ingo Bellin vom Heimatverein Wittingen. „Die kann jeder Bürger bei berechtigtem Interesse kostenfrei einsehen. Spenden nehmen wir aber gern entgegen.“ Durch das Suchen und Blättern würden die Bände allerdings zwangsläufig in Mitleidenschaft gezogen. „Um das Material für die Zukunft zu sichern, kommen wir um eine Digitalisierung nicht herum“, erklärt sein Vereinskollege Hans Messerschmidt. „Das hat sich in der Vergangenheit als schwierig erwiesen, schließlich haben die Bände ein sehr großes Format.“

Nun ist eine Lösung gefunden worden: Ein neuer Scanner erleichtert den Digitalisierungsvorgang, mit einem Laptop können die Seiten anschließend bearbeitet und bei Bedarf sogar mit einem Farblaser ausgedruckt werden. „Ermöglicht wurde dies durch großzügige Spenden der Volksbank Wittingen-Klötze und des Autohauses Heisig“, freut sich Bellin.

Zwar sei beim Scannen der Altbestände immer noch längst kein Ende in Sicht, aber zumindest brauche sich der Heimatverein Wittingen um die jüngsten Jahrgänge keine Gedanken mehr machen. „Seit dem 1. Januar 2013 haben wir das Isenhagener Kreisblatt als E-Paper und können es so komfortabel und platzsparend archivieren – sogar mit Volltextsuche“,sagt Messerschmidt noch ohne eine gewisse Begeisterung.

Von Dennis Klüting

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