Deutag plant Mischwerk am Kanal

Gegenüber des Wittinger Sporthafens will die Deutag GmbH ein Mischwerk einrichten.

Wittingen - Von Sabine Peter. Der Asphaltproduzent DEUTAG GmbH will im Wittinger Hafen ein Asphaltmischwerk einrichten. Das betreffende Grundstück liegt unmittelbar an der Straßenbrücke der Bundesstraße 244. Einwände gibt es seitens der Stadt und der Politik nicht. Problematisch ist das Mischwerk am Elbe-Seitenkanal allerdings für den Sporthafen.

Der Wittinger Bau- und Umweltausschuss empfahl einstimmig die Errichtung des Werkes. Bedenken würden seitens der Stadt nicht bestehen, wenn berücksichtigt wird, dass kein Umschlag über die Liegestelle der DEUTAG erfolgt. Nur ein bestimmter Bereich im Wittinger Hafen sei für den Umschlag ausgewiesen. Verursacht die DEUTAG Schäden durch den Schwerlastverkehr auf den Zubringerstraßen, hat sie diese umgehend selbst zu beseitigen. Dritter Punkt, der berücksichtigt werden muss, sind die Nachbarn im Hafen. Der Asphaltproduzent hat die angrenzenden Grundstückseigentümer über Lärm oder Staub zu informieren.

Letzteres ist es, was Friedrich Niefind fürchtet. Er ist Betriebsleiter des Sportboothafens am Kanal. Das Mischwerk der DEUTAG würde genau gegenüber des Sporthafens auf der anderes Seite des Kanals errichtet werden. Niefind meint, dass der Sporthafen unter dem geplanten Mischwerk leiden würde. Sportbootbesitzer oder Campinggäste würden fernbleiben, fürchtet er.

68 Liegeplätze und einige Gastliegeplätze finden in dem Hafen Platz, den er mit errichtet hat. Neuerdings gibt es auch 40 Wohnmobil-Stellplätze, sagt er. „Der Hafen läuft, wir hatten in der Vorsaison 700 Gastschiffe“, berichtet Niefind. Der Wittinger Sporthafen sei der größte künstliche Sporthafen am künstlichen Gewässer in ganz Deutschland.

Bauamtsleiter Albert Soltau merkte an, dass Niefinds Bedenken mit in die Stellungnahme der Stadt an das Gewerbeaufsichtsamt einfließen sollen.

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