Oberschul-Kooperation: Wittinger Politik gesprächsbereit – aber offene Fragen

„Das wird alles sehr eng“

Wird Außenstelle? Das Schulzentrum in Hankensbüttel.

Wittingen/Hankensbüttel. Kooperieren Wittingen und Hankensbüttel bei der Oberschule? Aus Hankensbüttel wurde der Wunsch nach Gesprächen schon laut, gestern signalisierten auf IK-Anfrage auch die Spitzen der Wittinger Stadtpolitik Redebereitschaft.

Der Vorschlag aus dem Kultusministerium (das IK berichtete) wirft allerdings noch einige Fragen auf.

Wird Oberschule: die Realschule in Wittingen. Fotos: Archiv

CDU-Fraktionschef Walter Schulze etwa sagt, die Tür für Gespräche stehe seiner Ansicht nach offen. Wichtig sei aber, die Frage zu beantworten, wer denn eine mögliche Außenstelle in Hankensbüttel zu finanzieren habe. Wittingen werde zwar Schulträger sein, aber Wittinger Investitionen im Luftkurort könne er sich nicht vorstellen. Die Landtagsabgeordnete Ingrid Klopp (CDU), die am Montag die Möglichkeit einer Kooperationslösung aufgezeigt hatte, hatte gegenüber dem IK erklärt, dass Hankensbüttel über einen Kooperationsvertrag eingebunden werden könnte und die Kosten für eine Außenstelle dann selbst zu tragen hätte. Dass die fünften und sechsten Jahrgänge aus der Samtgemeinde Hankensbüttel zunächst im Luftkurort beschult werden, sei ein denkbarer Weg, sagte Schulze. Details seien zu prüfen, und die Gespräche müssten nun sehr schnell geführt werden: „Das wird bis zum neuen Schuljahr alles sehr eng.“

Grundsätzliche Gesprächsbereitschaft gibt es auch in der Gruppe SPD/FWG/Grüne. Gruppensprecher Hans-Heinrich Koch (SPD) sagte: „Es gehört sich, miteinander zu reden.“ Koch betont allerdings, dass pädagogische Sinnhaftigkeit „dabei nicht hinten runterfallen“ dürfe. Und: Man müsse sich auch mit dem Elternwillen befassen. Ähnlich äußert sich FWG-Fraktionschef Dr. Thomas Weiland. Die beiden unteren Jahrgänge aus Hankensbüttel im dortigen Schulzentrum zu belassen, sei einer Prüfung wert.

Für die Wittinger Oberschule gäbe es dann voraussichtlich zwei Schulen zu betreuen, die nicht am Hauptstandort Spittastraße liegen. Denn nach IK-Informationen ist möglicherweise geplant, die Grundschule und die auslaufende Hauptschule organisatorisch zu trennen – und die Hauptschule an der Gustav-Dobberkau-Straße zu belassen, aber der Leitung der Oberschule zu unterstellen.

Geklärt werden muss auch die Frage, wie das Ganztagsangebot, das für die Oberschule vorgesehen ist, an einer eventuellen Außenstelle realisiert werden kann.

Von Holger Boden

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