Wittingen: Dr. Hans-Peter Meier geht nach Salzwedel / Versorgung soll nahtlos gesichert werden

MVZ muss Chirurgie neu aufstellen

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Die chirurgische Abteilung am MVZ im Wittinger Krankenhaus wird im Frühjahr neu besetzt. Boden

Wittingen. Der Chirurg Dr. Hans-Peter Meier verlässt das Medizinische Versorgungszentrum (MVZ) im Wittinger Krankenhaus. Der Mediziner will zum 1. Mai zurück an das Salzwedeler Krankenhaus wechseln, wo er schon bis 2009 als Oberarzt tätig war.

Laut Klinik-Geschäftsführer Franz Caesar, der für die Rhön-Häuser in Uelzen und Wittingen zuständig ist, soll keine Versorgungslücke entstehen.

„Ich will mich beruflich neu orientieren“, sagt Meier, der in Salzwedel wieder auf den Posten eines Oberarztes zurückkehren wird. Vor dem Wechsel nach Wittingen war er dort 14 Jahre lang tätig gewesen. Im MVZ habe er knapp fünf Jahre lang erfolgreich eine Grundversorgung in Chirurgie anbieten können, nun sei es Zeit für neue Aufgaben. Auch wenn er, mit Blick auf seine Patienten, „nicht ganz leichten Herzens“ gehe. Einige davon dürften ihm derweil erhalten bleiben, denn ein Teil von ihnen kommt aus der Altmark.

Zum MVZ gehört auch die HNO-Praxis von Dr. Gesine Meier, seiner Ehefrau. Sie betont, dass sie in den Räumen im Wittinger Krankenhaus bleibe: „Hier geht es weiter.“

Dr. Hans-Peter Meier

Das soll laut Caesar auch für die Chirurgie im MVZ gelten. Die wolle man bei dieser Gelegenheit breiter aufstellen als bisher. Geplant sei, den Arztsitz mit drei Fachärzten zu besetzen, die die Arbeit anteilig übernehmen. Zwei von ihnen sind für das Wittinger Krankenhaus tätig: die beiden Chirurgen Uwe Schaper und Norbert Lenschow. Die beiden werden laut Caesar ihre Stundenzahl im Krankenhaus reduzieren und stattdessen ambulante Betreuung im MVZ anbieten. Dritte in dem Team soll die Gefäßchirurgin Dr. Susanne Cohrs-Sauer werden, die als Gefäßchirurgin am Uelzener Rhön-Krankenhaus beschäftigt ist. Damit, so Caesar, könne man am MVZ Unfallchirurgie, allgemeine Chirurgie und Gefäßchirurgie vorhalten.

Der Geschäftsführer betont, dass dieses Vorhaben noch der formalen Zustimmung durch die Kassenärztliche Vereinigung (KV) bedürfe. Krankenhaus und MVZ sind üblicherweise getrennte „Welten“, hier die stationäre Behandlung, dort die ambulante. Die Signale seitens der KV seien bislang aber positiv, sagt Caesar.

Mitziehen müsste auch die MVZ-Gesellschaft innerhalb der Rhön-Klinikum AG. Die würde im Fall einer Übernahme durch Helios mitverkauft werden, meint Caesar, und bliebe somit unter demselben Konzerndach wie das Krankenhaus.

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