L 270 zwischen Wittingen und Stöcken wurde auch während der Bauarbeiten weiter befahren

„Chaos“ um die Vollsperrung

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Die Sperrung der L 270 zwischen Wittingen und Stöcken wurde von vielen Autofahrern ignoriert. Seit gestern Nachmittag ist die Durchfahrt auch wieder erlaubt, es gilt aber wegen des Rollsplitts eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf Tempo 40.

Wittingen/Stöcken. „Das war ein Chaos.“ Friedrich Lührs, Landwirt aus Rumstorf und Vorsitzender des Wittinger Ausschusses für Verkehr, Landwirtschaft und Straßenbau, ging  die Hutschnur hoch, als er über die Sperrung der L 270 zwischen Wittingen und Stöcken sprach.

Diese war wegen Sanierungsarbeiten ab Mittwoch dicht gewesen. Ab dem Freitag war die L 270 wieder zu befahren.

Laut Lührs wurde am Mittwoch der Mittelstreifen gefräst, danach sei erstmal nichts mehr auf der Baustelle passiert. „Das kann ich nicht nachvollziehen.“ Viele Verkehrsteilnehmer seien einfach trotz Sperrung durch die Baustelle gefahren. „Alle anderen hatten Riesenumwege.“ Der Verkehr war von Wittingen über die B 244 nach Dedelstorf, weiter über die B 4 bis zum Abzweig L 265 Richtung Bad Bodenteich und dort auf die L 270 Richtung Stöcken umgeleitet worden, entsprechend umgekehrt in der Gegenrichtung.

Lührs berichtete, dass die Landwirte in dem Bereich bei ihrer Arbeit behindert worden seien. „Das Getreide wurde plattgefahren und auch die Wirtschaftswege wurden kurz und klein gefahren.“

Diesen Eindruck konnten direkte Anwohner an der Absperrung bestätigen: Die Leute hätten oft angehalten und seien dann aber doch einfach durchgefahren. Gerade Ortsansässige hätten die Sperrung ignoriert. Die Baustellenarbeiter hätten auch ihren Unmut über die Autofahrer bekundet.

Michael Peuke von der zuständigen Wolfenbütteler Landesstraßenbaubehörde sagte auf IK-Anfrage, dass bei vorsätzlicher Befahrung der gesperrten Straße die Fahrer für entstandene Schäden haftbar gemacht werden können. Sein Kollege Henning Schwägermann ergänzte: „Es ist an sich alles ordnungsgemäß aufgebaut gewesen.“ Jedoch habe es wegen anderer Baustellen und Umleitungen Irritationen gegeben. Dennoch: „Gegen rechtswidriges Verhalten können wir nichts machen.“ Zumal es sich bei der Maßnahme auch nur um eine kurzzeitige Baustelle gehandelt habe, weshalb auch auf große Plantafeln verzichtet worden sei. Die Sperrung wurde gestern aufgehoben, dort gilt nun Tempo 40.

Von Dennis Klüting und Paul Gerlach

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