Ortsrat für „Tempo runter“

Carl-Peters-Straße in Wittingen: Anwohner wollen beim Ausbau mitreden dürfen

Die Carl-Peters-Straße ist auch heute schon Tempo-30-Zone – daran halten sich laut Anliegern viele Autofahrer nicht.
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Die Carl-Peters-Straße ist auch heute schon Tempo-30-Zone – daran halten sich laut Anliegern viele Autofahrer nicht.

Wittingen. Tempo 30, im Bereich zwischen den beiden Schulen nur Tempo 10, dazu dort auch ein barrierefreier Übergang mit Querungshilfen.

Dazu beidseitig befestigte Gehwege und ein einseitiges Parkverbot auf der Ostseite – das sind die grundsätzlichen Vorstellungen von CDU und Grünen für den geplanten Ausbau der Carl-Peters-Straße. Der Ortsrat schloss sich diesen von Thomas Lemke (Grüne) skizzierten Eckpunkten einstimmig an.

Die Sitzung im Ratssaal stieß auf reges Interesse von Anliegern der Straße. Dazu gehört auch Hans Messerschmidt, der gegenüber dem Ortsrat betonte, dass die Anwohnerschaft den Ausbau samt Kanalsanierung begrüße: „Wir hatten schon einige Rohrbrüche.“ Dass die Ortspolitiker die Anwohner während der Sitzung zu Wort kommen ließen, lobte Messerschmidt als „Bürgernähe“, wünschte sich das aber auch für die weiteren Planungen: „Binden Sie uns ein.“ Ortsbürgermeister Matthias Rönneberg (CDU) sagte das zu – es werde eine Anliegerversammlung geben.

Mit Blick auf die von Lemke vorgetragenen Gestaltungswünsche sagte Sven Zaft als Vertreter des Bauamtes, dass ein einseitiges Halteverbot in einer Tempo-30-Zone üblicherweise nicht genehmigungsfähig sei – vielleicht könne ein Ausnahmeantrag aber zum Erfolg führen. Die Entscheidung liegt letztlich beim Landkreis Gifhorn als Verkehrsbehörde.

Die Diskussion über das richtige Maß der Verkehrsberuhigung in der „neuen“ Carl-Peters-Straße hatte schon im Verkehrsausschuss begonnen (das IK berichtete). Da war es auch um ein Durchfahrtverbot für Lkw gegangen. Zaft sah dies ebenfalls als schwierig durchzusetzen an. Auch Tempo 10 für den Schulbereich könne problematisch werden, lasse sich aber vielleicht wegen der dort querenden Schüler begründen und durchsetzen.

Messerschmidt berichtete, dass viele Verkehrsteilnehmer aus Anliegersicht viel zu schnell durch die Carl-Peters-Straße fahren – und dass die Beschilderung für Tempo 30 wohl nicht wahrgenommen werde. Zudem habe er den Eindruck, dass die Straße Teil einer „Durchgangs-Umgehungsstrecke für zwei Ampeln“ sei.

Von Holger Boden

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