Regensammelrohre und Tripods für „Hongkong Zhuhai Macau Bridge“ geliefert

Butting baut mit an Mega-Brücke

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An der chinesischen Südküste verbindet diese Brücke jetzt Hongkong im Osten mit Macau und Zhuhai im Westen – über stolze 23 Kilometer Gesamtlänge, plus Unterwassertunnel. Insgesamt hat das Bauwerk eine Länge von 55 Kilometern. Butting lieferte speziell designte Teile für den Brückenbau.

sk Wittingen/Hongkong. Es ist ein Mega-Bauwerk, das chinesischen Gigantismus zum Ausdruck bringt: Von 22 Jahren Planungszeit ist die Rede, zwei künstlich angelegte Inseln zur Festigung, 500.000 Tonnen verbauten Stahl.

Die Rede ist von der „Hongkong Zhuhai Macau Bridge“, deren Bau 2009 begonnen hat und unlängst fertiggestellt wurde – mit Hilfe aus Wittingen.

Denn dass es in China nun die wohl längste Meeresbrücke der Welt gibt, die als Verbindung zwischen Hongkong, Macao und Festlandchina dienen und der Wirtschaftsregion eine bessere Anbindung bringen soll, liegt zu einem Teil auch an der Firma Butting, die zum Projektgelingen mit vorgefertigten Bauteilen beitrug. Bei dem riesigen Infrastrukturprojekt werden mehrere Brücken, Tunnel und künstliche Inseln am Perlflussdelta an der Südküste Chinas errichtet. 

Mit diesem Bild illustriert Butting den eigenen Beitrag zum Mega-Bauwerk an der chinesischen Südküste.

Die eigentliche Verbindung über den Perlfluss ist rund 35 Kilometer lang und besteht aus einer Kombination von Brückenbauwerken und einem Straßentunnel. Ausgehend vom Hongkonger Flughafen auf der Insel Lantau hat das Bauwerk eine Gesamtlänge von etwa 55 Kilometern; dazu zählen ein 6,7 Kilometer langer Unterwassertunnel und eine 23 Kilometer lange Brücke über das Meer. Über sie können von der Millionenmetropole Hongkong aus künftig die ehemalige portugiesische Kolonie und heutige Sonderverwaltungszone Macao und die danebenliegende Großstadt Zhuhai erreicht werden.

Nachdem Butting in Tieling bereits im Vorfeld 20 Regensammelrohre für den Brückenbau produziert hatte, erhielt das verbundene Unternehmen in China einen weiteren Auftrag für das Großprojekt: Butting China sollte 16 sogenannte „Tripods“ mit innenliegender Löschwasserleitung vorfertigen. Diese sollen in das Abfertigungsgebäude des Grenzübergangs der Brücke eingebaut werden. Das Fertigungsgewicht dieser Sonderbauteile beträgt fünf Tonnen pro Stück.

Jens Ellermann, Geschäftsführer von Butting China, betont: „Das Besondere an diesen beiden Projekten war für uns die Fokussierung auf die optische Erscheinung: Stumpfnähte wurden plan verschliffen, alle Oberflächen gebeizt und unter Einhaltung der Schleifrichtung geschliffen. Eine einwandfreie Oberfläche musste von uns sichergestellt werden.“

Das Projekt war auch über die zu transportierenden Massen hinaus kein leichtes: Während der Bauphase gab es mehrere Taifune in Hongkong, wodurch sich der Baustellenfortschritt erheblich verzögerte. So stand Butting lediglich ein Monat zur Herstellung der Designerstücke zur Verfügung. Dank einer flexiblen Personalplanung und einem direkten Transport per Lkw vom Produktionsstandort Tieling zu der mehr als 3000 Kilometer entfernten Baustelle in Hongkong konnten die vereinbarten engen Liefertermine eingehalten werden, teilt das Unternehmen abschließend mit.

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