Wittinger Ortsrat winkt Konzept für Haltestellen am Hindenburgwall durch

Busse auf der Bundesstraße

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Gegenüber der bestehenden Haltestelle am Wall-Parkplatz wird eine Haltestelle ohne Bucht eingerichtet. 

Wittingen. Zu Veränderungen wird es im Zuge des barrierefreien Ausbaus von Bushaltestellen am Wittinger Hindenburgwall kommen.

Skeptiker rechnen mit künftigen Verkehrsbehinderungen, weil Haltebuchten zum Teil zurückgebaut werden und die Busse auf der Fahrbahn halten sollen (das IK berichtete).

Das wird nicht die vieldiskutierte Haltestelle am Hotel Nöhre betreffen – dort bleibe vorerst alles beim Alten, hieß es jetzt im Ortsrat. Bedeutet konkret: Dieses Jahr wird noch kein Antrag auf den barrierefreien Umbau an dieser Stelle gestellt. Der Hintergrund ist offenkundig, dass angesichts der Vorbehalte wegen befürchtetem Rückstau auf der Nöhre-Kreuzung weitere Diskussionen geführt werden müssen. Perspektivisch soll auch dort eine Lösung gefunden werden.

Für die gegenüberliegende Haltestelle am Sparkassen-Parkplatz ist hingegen vorgesehen, dass in diesem Jahr ein Antrag auf barrierefreien Ausbau gestellt werden soll. Das gilt auch für die Haltestelle in Höhe Wall-Parkplatz. Und dort kommt es sogar zu dem Phänomen, dass die Haltebucht nicht nur erhalten bleibt, sondern sogar noch verlängert wird. Die Bucht, so hieß es im Ortsrat, sei nicht verzichtbar, weil es dort, am Linien-Startpunkt, zu längeren Stehzeiten von Bussen kommt – das wäre auf der Fahrbahn der B 244 nicht machbar.

Gleichwohl wird gegenüber, in Höhe DRK-Seniorenwohnheim, eine Haltestelle neu eingerichtet, an der die Busse auch kurzzeitig für das Ein- und Aussteigen der Passagiere auf der Fahrbahn stehen werden. Diese Haltestelle wird von ihrem jetzigen Platz (vor der Kanzlei Dr. Stein) zum DRK vorverlegt.

Die Anträge für den barrierefreien Ausbau der Haltestellen müssen bis zum 30. April an die Landesnahverkehrsgesellschaft und den Regionalverband gestellt werden. Gebaut werden soll voraussichtlich 2019. Für die Kommunen steht eine Förderung in Höhe von 87,5 Prozent in Aussicht, wenn die gängigen Richtlinien beim Ausbau befolgt werden.

Gegen die neue Praxis, dass Busse auf Fahrbahnen halten sollen, wandte sich Jörg Friedrichs (CDU): Das sei eine „Verkehrsstörung“. Sein Fraktionskollege Andreas Bona sah das anders, das Verkehrsaufkommen in Wittingen sei im Vergleich mit großen Städten überschaubar: „Echte Verkehrsprobleme haben wir hier nicht.“

Die Erweiterung der Haltestelle am Wall-Parkplatz sorgte im Ortsrat für Diskussionen, weil dabei auch ein Baum weichen muss. Thomas Lemke (Grüne) zeigte sich nicht begeistert von einer Entscheidung ohne vorherigen Ortstermin. Das Gesamtkonzept wurde bei einer Nein-Stimme befürwortet.

Von Holger Boden

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