Deutsche und Migranten gemeinsam

Bunte Produktpalette bei Weihnachtsmarkt in der Wittinger Integrationswerkstatt

Die Beschäftigten der Integrationswerkstatt in Wittingen präsentierten nun beim Weihnachtsmarkt ihre Arbeiten. 
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Die Beschäftigten der Integrationswerkstatt in Wittingen präsentierten nun beim Weihnachtsmarkt ihre Arbeiten. 

ard Wittingen. Seit November bietet die Integrationswerkstatt an der Spittastraße in Wittingen Arbeitsmöglichkeiten für Geflüchtete mit Aufenthaltsstatus und deutsche Empfänger von SGB-II-Leistungen des Jobcenters gleichermaßen.

Am Sonnabend gab es nun einen Weihnachtsmarkt. Und bei dem präsentierten die dort Arbeitenden ihre Produkte.

„Wir haben eine Holzwerkstatt, eine Näherei, eine Fahrradwerkstatt, Gartenbau und Küche“, erklärte die Leiterin Uschi Schüller. Sie betreut mit drei weiteren Festangestellten die Einrichtung. Träger ist die Butting-Akademie, finanziert wird das Angebot, das unter dem Titel „Arbeitsgelegenheit“ firmiert, vom Jobcenter.

Auf dem gut besuchten Weihnachtsmarkt gab es unter anderem eigens genähte Taschen, angepflanzte Kräuter, Holzkunstwerke und leckere Speisen zu erwerben. So konnten die Besucher sehen, wozu Holzplatten außer zu ihrem ursprünglichen Zweck auch dienen können – und zwar als Schmuckstück.

„Die Leute, die hierher vermittelt werden, müssen es freiwillig wollen und geeignet sein“, erklärte Heide Höffeler, die die Integrationswerkstatt gemeinsam mit Schüller leitet. Für den Weihnachtsmarkt hatten sich die Beschäftigten seit November ins Zeug gelegt.

Viel erklären, worum es bei dem bevorstehenden Fest geht, musste man nicht. „Etliche Geflüchtete sind schon seit zwei oder drei Jahren in Deutschland und kennen Weihnachten“, sagte Höffeler. Das Verhältnis der Migranten zu den Deutschen, die in der Werkstatt arbeiten, sei sehr gut. „Sie arbeiten hervorragend zusammen.“

Auch außerhalb der Vorbereitungen für einen Weihnachtsmarkt wird dort fleißig gearbeitet. So bauen die Beschäftigten unter anderem Hochbeete für Schulen in der Umgebung. Und noch gibt es freie Plätze in der Integrationswerkstatt. „Von den 30 Plätzen sind derzeit noch acht nicht besetzt“, sagte Höffeler.

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