Bürgerkritik an Windpark-Plänen bei Stöcken / Betreiber will Fläche bei Radenbeck

Forderung nach 100-Meter-Limit

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Eins der Stöckener Windräder: Von Bürgern kommen Forderungen, keine Anlagen zu bauen, die höher als 100 Meter sind.

bo Stöcken/Radenbeck. Vor der heutigen Sitzung des Wittinger Bau- und Umweltausschusses (18.30 Uhr, Rathaus) kommt noch einmal Gegenwind für die geplante Erweiterung des Stöckener Windparks.

In einem offenen Brief an den Ausschuss setzt sich der Stöckener Christian Schenk dafür ein, dass keine weiteren Windräder an seinem Ort gebaut werden.

Schenks Argumente: Durch die drei bestehenden Windräder komme es bereits zu Lärmbelastungen. In einer Dorfversammlung sei deutlich gemacht worden, dass bei den vorgesehenen größeren Anlagen mit noch höheren Schall-Emissionen zu rechnen sei. Zudem halte das Vorhaben den 5-Kilometer-Abstand zum nächsten Windpark (Lüben, in Planung) nicht ein. Schenk verweist auch auf die Bewertung des Potenzialgebiets Stöcken durch den ZGB – diese zeige nach seiner Auffassung, dass der Windpark bei der Beurteilung „auf der Grenze“ gestanden haben müsse. An den Bauausschuss appelliert er, eine Höhenvorgabe von 100 Metern zu machen, um eine Befeuerung und höhere Lärmbelästigung zu vermeiden. Zur Wohnbebauung solle ein Mindestabstand von 1500 Meter eingehalten werden.

Eine Forderung zur Beibehaltung der Gesamthöhe von 100 Metern im Windpark Stöcken kommt auch aus der Darrigsdorfer Abrechnungsversammlung. Ob die Stadt solche Vorschriften am Ende durchsetzen kann, ist offen.

Derweil gibt es beim geplanten Windpark Boitzenhagen offenbar die Absicht des potenziellen Betreibers, die vorgesehene Vorrangfläche mit einem im bisherigen Verfahren durchgefallenen Gebiet bei Radenbeck zusammenzulegen. In der Vorlage für die heutige Ausschuss-Sitzung heißt es dazu, dass nach Rücksprache mit dem Radenbecker Ortsbürgermeister den Empfehlungen des ZGB gefolgt werden solle – die Stadt soll sich also nicht für die Radenbecker Fläche einsetzen.

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