Schmaler Seitengang am Geländer wieder offen

K 123: Brücke wird bald breiter

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Für Radfahrer jetzt wieder befahrbar: der schmale Seitenstreifen abseits der Fahrbahn. 

Wunderbüttel – Als der Radweg von Emmen nach Knesebeck gebaut wurde, war auf der Brücke kein Platz für eine eigene Radfahrer-Spur.

Dr. Thomas Walter, Erster Kreisrat

Doch das ist offenbar noch nicht das Ende vom Lied: Wie der Landkreis Gifhorn jetzt mitteilt, ist „eine Verbreiterung der Brücke für den Radverkehr geplant“. Nach Angaben des Ersten Kreisrats Dr. Thomas Walter sieht das Wasser- und Schifffahrtsamt „in naher Zukunft“ eine Sanierung der Wunderbütteler Kanalbrücke vor. Bei der Gelegenheit wolle der Landkreis dann die Brücke verbreitern.

Walter zufolge hat der Landkreis die Kritik, die im Zusammenhang mit dem Radwegneubau an der Verkehrssicherheit aufgekommen war (IK vom 22. Februar und 6. März), zum Anlass genommen, die Verkehrssituation mit der Polizei noch einmal zu prüfen, insbesondere mit Blick auf den Radverkehr an der Brücke. Das Ergebnis: Eine „sehr gefährliche Situation für die Radfahrer“ sei „objektiv nicht gegeben“.

Laut Polizei, so Walter, gab es seit 2011 an der Kanalbrücke nur einen Verkehrsunfall, abgesehen von Wildunfällen. Und mit dem neuen Radweg sei die Verkehrssicherheit für Radfahrer deutlich erhöht worden, unter anderem durch Tempo 70 im Brückenbereich, durch Seitenstreifen auf den Rampen und durch die Querungshilfen. Walter betont, dass diese Hilfen „keine Radwege“ seien, und dass kreuzende Radfahrer die Vorfahrt der Kraftfahrer beachten müssen.

Mit Blick auf Kritik von Autofahrern an der Situation im Bereich der Querungshilfen betont der Erste Kreisrat, dass im „Inselbereich“ die Fahrbahnbreite mit 3,30 Metern höher sei als sonst. Ziel der Gestaltung sei es auch, ein „Queren“ der weißen Fahrbahnbegrenzung zu vermeiden. Und generell gelte für Autofahrer wie für Radfahrer das Gebot der gegenseitigen Rücksichtnahme nach § 1 der Straßenverkehrsordnung.

Mit einer geänderten Beschilderung will der Landkreis jetzt verhindern, dass Radfahrer links von der Fahrbahn in Richtung Brücke fahren – das sei nicht gewollt, so Walter. Und: Die schmalen Seitengänge am Brückengeländer dürfen nun doch wieder genutzt werden, um das Fahrrad abseits der Fahrbahn über die Brücke zu schieben. Die entsprechenden Warnschilder, die das zuletzt verhinderten, hat der Landkreis um einige Meter nach vorn verlagert.

VON HOLGER BODEN

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