Anforderungslisten aus Knesebeck und Radenbeck beschäftigen morgen die Stadtpolitik

Das brauchen die Ganztagsschulen

Mensa-Essen auch in Knesebeck und Radenbeck? Die Stadt wird kräftig investieren müssen, wenn an beiden Standorten Ganztagsangebote gewollt sind.
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Mensa-Essen auch in Knesebeck und Radenbeck? Die Stadt wird kräftig investieren müssen, wenn an beiden Standorten Ganztagsangebote gewollt sind.
  • Holger Boden
    VonHolger Boden
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Radenbeck/Knesebeck/Wittingen. Der Schulausschuss der Stadt Wittingen tagt am morgigen Donnerstag in der Radenbecker Grundschule (18.30 Uhr) – und ist schon durch den Sitzungsort mitten im Thema: Denn einmal mehr soll es morgen um die Ganztagsbetreuung in den drei städtischen Grundschulen gehen.

Die Mehrheitsgruppe aus CDU und Grünen will ein flächendeckendes System. Bisher ist die Wittinger Grundschule Ganztagsschule, am dortigen Angebot nehmen auch Schüler der Knesebecker Grundschule teil. In Radenbeck sind Überlegungen für eine eigene Betreuung am Nachmittag aufgestellt worden.

Nun liegen dem Schulausschuss Anforderungslisten aus Knesebeck und Radenbeck vor, in denen beide Grundschulen ihre Vorstellungen darlegen, welche pädagogisch-organisatorischen und räumlich-sachlichen Voraussetzungen für die Betreuungszeit bis 15.30 Uhr vonnöten sind. Beide Papiere zeigen einen großen Handlungsbedarf, der – wenn die Politik dem so entspricht – nicht billig wird.

Quasi unisono sehen beide Schulen erhöhte personelle Ressourcen als nötig an: mehr Stunden für Hausmeister, Sekretariat und Reinigungskräfte, dazu Stellen in der Mensa-Küche sowie externe Mitarbeiter, die Arbeitsgemeinschaften anbieten. Die Zahl der zur Verfügung stehenden Lehrerstunden werde da nicht ausreichen. Ein zusätzlicher Koordinator soll die Ganztagsangebote koordinieren.

Im räumlich-baulichen Bereich sehen beide Schulen die Notwendigkeit zusätzlicher Räume – nicht nur für eine Mensa, sondern auch weitere Kapazitäten etwa für außerunterrichtliche Angebote und Betreuung sowie als Ruheräume. Zudem, so heißt es, werden Lehrerarbeitsplätze mit PC und zusätzliche Sporthallenzeiten gebraucht. Hinzu komme der Bedarf an zahlreichen Ausstattungsgegenständen wie Beamer mit Leinwand, abschließbare Schränke und anderes Mobiliar.

Einen Beschlussvorschlag in Sachen Ganztagsschule gibt es für morgen nicht. Mit Interesse dürfte der Ausschuss aber auch die Auswertung registrieren, die die Verwaltung zu einer Eltern-Abfrage vorlegt, in der es um das Interesse an Anschlussbetreuung nach einem Ganztagsangebot ging. Da ist die Resonanz eher dürftig: An allen drei Schulstandorten zusammen wollen montags bis donnerstags gerade einmal sieben bis acht Familien eine Betreuung bis 16.30 Uhr in Anspruch nehmen, vier interessieren sich darüber hinaus für eine Betreuung ihrer Kinder bis 17 Uhr.

Von Holger Boden

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