Knesebeck: Familie Gades vermisst Rückhalt aus der Politik

Aus für Böttchermuseum

Böttchermeister Heinrich Gades hat sich zweieinhalb Jahre lang vergebens auf das Museum vorbereitet. Foto: Archiv

Knesebeck. Aus für das geplante Böttcher- und Küfer-Museum in Knesebeck: Die Familie Gades hat ihr Angebot zurückgezogen, ihren Grundbesitz in eine Stiftung einzubringen, die Grundlage für das Projekt sein sollte.

In einem Schreiben an den Wittinger Stadtrat und den Knesebecker Ortsrat, das dem IK vorliegt, begründen Christel Elisabeth und Dr. Heinrich Gades, Tochter und Sohn des Böttchermeisters Heinrich Gades, die Entscheidung damit, dass sie auf lokaler Ebene nicht die nötige Unterstützung verspüren: „Vor allem die politischen Mehrheitsverhältnisse im Rat der Stadt Wittingen und im Ortsrat Knesebeck lassen aus unserer Sicht nicht den Rückhalt erkennen, der für eine erfolgreiche Realisierung dieses Museums erforderlich ist.“ Man habe daher „nach eingehender Überlegung“ beschlossen, das Angebot zurückzuziehen, und man bedauere, dass das Museum damit nicht realisiert werden könne.

Geplant war die Errichtung eines „Deutschen Böttcher- und Küfermuseums“ an der Wittinger Straße. Für das Projekt, das Mitte 2010 erstmals vorgestellt wurde, war mit Investitionen in siebenstelliger Höhe kalkuliert worden. Der Knesebecker Heimatverein hatte es unter Federführung seines Vorsitzenden Heinrich Wolter intensiv begleitet und vorangebracht.

Die Finanzierung sollte mit Hilfe von Mitteln aus Stiftungen und dem Leader-Topf gelingen, die Stadt hätte einen Eigenanteil aufbringen müssen. Doch von dieser Seite fehlte, so Wolter, „das klare Ja“. Seite 3

Von Holger Boden

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