Bei der Lübener Werkstattwoche sind Besucher nicht nur zur Ausstellung willkommen

Blick über die Schulter? Gern!

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Der Künstler Adel Swelim 2013 mit drei Teilnehmerinnen des Schülertags.

bo Lüben. Es gibt einen Ort im Isenhagener Land, in dem man sich besonders darüber freut, dass das Wetter zum Wochenende wieder besser werden soll: Lüben, wo am Freitagabend die 13. Auflage der Internationalen Werkstattwoche beginnt.

Denn wenn 23 Künstler aus 12 Nationen anreisen, um sich von dem Rundlingsort und seiner Umgebung inspirieren zu lassen, dann ist spätsommerliches Licht dafür besser geeignet als eine herbstliche Wolkendecke.

Und natürlich macht die kreative Begegnung unter blauem Himmel gleich doppelt so viel Spaß – davon ist auch Wirtin Imke Wolter überzeugt, deren Lübener Tenne wieder zum Dreh- und Angelpunkt des Künstlersymposiums wird: „Es kann losgehen“, sagt Wolter, „die Organisation steht.“

Triebfeder ist einmal mehr der Wittinger Kulturverein unter der Ägide seiner Vorsitzenden Ursula Brüns. Seit Monaten laufen die Vorbereitungen für die Werkstattwoche, die 1991 einmal als künstlerischer Brückenschlag zwischen Ost und West begonnen und inzwischen längst internationale Dimensionen erreicht hat. So treffen sich in diesem Jahr unter anderem Künstler aus Ländern wie Russland und Georgien, Ägypten und Israel, China und Taiwan. Wie bei jeder Werkstattwoche herrscht im Vorfeld große Spannung, auf welches gemeinsame Thema sich die Teilnehmer mit ihren ganz unterschiedlichen kulturellen Hintergründen am Samstagmorgen bei ihrem Kolloquium einigen werden.

Bis inklusive Freitag, 28. Juli, läuft danach die eigentliche künstlerische Arbeit. Lüben mutiert dann zum großen Freilicht-Atelier: Eine Staffelei im Kuhstall, ein Bildhauer am Waldrand oder farbenfrohe Entwürfe in der Feldmark – das alles ist bei der Lübener Werkstattwoche ganz normal. Kunstbegeisterte Besucher sind auch in diesem Zeitraum stets gern gesehen. „Die Künstler freuen sich darüber und wollen auch gern angesprochen werden“, weiß Brüns.

Willkommen in Lüben, heißt es also ab Samstagmittag. Wer lieber „nur“ die Ergebnisse bewundern möchte, kann dies am Sonnabend, 29. August, ab 16 Uhr in der Werkstattausstellung tun, die auch am Sonntag, 30. August, ab 10 Uhr ihre Türen öffnet. Am letzten Augusttag reisen die Künstler dann wieder ab.

Erfreuliches am Rande: Der Landkreis Gifhorn hat rechtzeitig zur Künstlerwoche die K 17 zwischen Stöcken und Lüben repariert. Nicht grundlegend saniert zwar, doch in Lüben ist man dem Vernehmen nach fürs Erste zufrieden. Teilnehmer und Besucher werden also bei der Anreise nicht gleich völlig durchgeschüttelt.

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