Firmen mit potenziellem Interesse an Ansiedlung

Wittinger Hafen: Der Blick geht wieder nach Süden

Hinter der OHE-Linie könnte sich nun schneller als gedacht etwas tun bei der Hafenentwicklung.
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Hinter der OHE-Linie könnte sich nun schneller als gedacht etwas tun bei der Hafenentwicklung.

Wittingen – Das sind Nachrichten, die mitten in der Corona-Krise Mut machen: Die Stadt Wittingen ist im Gespräch mit Unternehmen, die sich mittelfristig vielleicht am Elbe-Seitenkanal ansiedeln wollen.

Viel früher als gedacht kommt daher jetzt eine Erweiterung des Wittinger Hafen-Geländes in Richtung Süden wieder auf die Agenda.

Der Wirtschaftsausschuss hat das Thema in seiner Sitzung am 1. Juli als Mitteilungsvorlage auf seiner Tagesordnung (18.30 Uhr, Stadthalle). Demnach sind die Firmen, mit denen die Stadtverwaltung Kontakt hat, an hafenaffinen Flächen interessiert – die Unternehmen wollen also offenbar dicht ans Wasser. Die gewünschten Standortbedingungen könne nur eine südliche Erweiterung bieten.

Die Stadt hatte schon 2007 verschiedene Varianten für eine solche Entwicklung prüfen lassen, seither aber nicht realisiert. Flächen südlich der OHE-Strecke hatte die Kommune sich bereits gesichert. Dann kam aber vor einigen Jahren ein Umdenken: Eine Erweiterung des Hafengeländes in Richtung Osten sollte Priorität besitzen, Hintergrund ist die Nähe zum bei Mannhagen erwarteten künftigen Autobahnanschluss. Diese Pläne bleiben auch bestehen, eine Bauleitplanung für die Erweiterung soll demnächst eingeleitet werden.

Nun geht der Blick parallel auch in Richtung Süden. Nach Auffassung der Verwaltung sollte zunächst ein Konzept für die Entwicklung und Erschließung des zusätzlichen Areals erarbeitet werden, später soll dann auch hier eine Bauleitplanung folgen. Die vor 13 Jahren diskutierten Varianten drehten sich zum Teil sogar um ein weiteres Hafenbecken – ob so etwas wieder ein Thema wird, dürfte von den Bedürfnissen der interessierten Firmen abhängen.

VON HOLGER BODEN

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